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08:00 08.09.2018
Blick ins Krankenhaus Friedrichstadt: Das Städtische Klinikum steuert auf einen Verlust zu. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Weg zurück in die schwarzen Zahlen ist weit: Das Städtische Klinikum Dresden steuert im Geschäftsjahr 2018 auf einen Millionenverlust zu. Im ersten Halbjahr beläuft sich das Minus auf rund 3,5 Millionen Euro, berechnete die Geschäftsführung des städtischen Eigenbetriebs. Da im Wirtschaftsplan ein Gewinn von 1,14 Millionen Euro ausgewiesen ist, steht eine Abweichung von 4,65 Millionen Euro in den Büchern – versehen mit einem dicken Minus. Für die Entwicklung sind zwei Ursachen verantwortlich: Steigende Personalkosten und sinkende Umsätze.

Die seit 1. Januar 2017 geltende Entgeltordnung wurde im Wirtschaftsplan für 2018 nicht eingeplant – das führt zu einem Minus von 2,8 Millionen Euro, heißt es im aktuellen Geschäftsbericht. Dort heißt es „Personalmehraufwand“. Für das Personal sei zwar eine Tariferhöhung eingeplant worden. Der Abschluss sei aber höher ausgefallen als erwartet, so dass eine weitere Million Euro Mehraufwendungen zu stemmen sei. Eine Abweichung von 3,8 Millionen Euro zum Plan, die durch Mehrerlöse eher nicht kompensiert werden kann.

Die Ertragssituation des Klinikums ist angespannt. Insbesondere die Einnahmen im stationären Bereich der Krankenhausleistungen seien deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Außer der Augenklinik, der Dermatologie, der HNO und der Urologie seien viele andere Leistungsbereiche sowohl unter Vorjahresniveau als auch unter den geplanten Ansätzen geblieben.

Die Ursache dafür liegt laut Analyse der Geschäftsführung unter anderem im fehlenden Personal. So seien Chefarztstellen in der Pneumologie und Neuroradiologie und teilweise auch in der Thoraxchirurgie unbesetzt geblieben. Aber auch im pflegerischen Bereich habe es wegen unbesetzter Stellen personelle Engpässe gegeben, die teilweise zu Leistungseinschränkungen geführt hätten.

Das Städtische Klinikum ist für seinen Geschäftsbetrieb auf Kassenkredite angewiesen. Der maximal zulässige Rahmen für Kassenkredite liegt bei 55 Millionen Euro, 43,7 Millionen Euro hat der städtische Eigenbetrieb bereits in Anspruch genommen.

Die Geschäftsführung habe Maßnahmen eingeleitet, die zu steigenden Erlösen und sinkenden Kosten im zweiten Halbjahr führen sollen. So werde sich die Inbetriebnahme von Haus N im Krankenhaus Friedrichstadt positiv auf die Entwicklung der Leistungen auswirken. Die Geschäftsführung erwartet einen Verlust von 2,47 Millionen Euro zum Jahresende. 2017 hatte das Minus noch 2,89 Millionen Euro betragen. Schwarze Zahlen wird das Klinikum wohl erst dann erzielen, wenn der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Bundesebene Wirkung entfalten sollte: Darin ist eine volle Refinanzierung von Tarifsteigerungen vorgesehen.

Das Städtische Klinikum verfügt über 2860 Vollzeitstellen und gehört damit zu den größten Arbeitgebern der Landeshauptstadt Dresden. Für dieses Jahr sind Investitionen in Höhe von 28,65 Millionen Euro geplant.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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