Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Parkplatz am Blauen Wunder bleibt Zankapfel

Bürgergespräch in Blasewitz Parkplatz am Blauen Wunder bleibt Zankapfel

Der Parkplatz am Blauen Wunder war das dominierende Thema der Blasewitzer beim Besuch von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit möchte den Parkplatz am Schillergarten verkleinern. Kritik kommt von Händlern und Anwohnern, die auf die Stellflächen nicht verzichten wollen.

Der Parkplatz am Blauen Wunder war das dominierende Thema der Blasewitzer beim Besuch von Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

Quelle: Anja Schneider

Blasewitz. Bei der Sitzung des Blasewitzer Ortsbeirats am Mittwoch standen die geplanten Änderungen an der Parkfläche am und unter dem Blauen Wunder im Mittelpunkt. Zu Gast im Beirat war auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er hatte an dem Tag im Zuge seiner Besuche in allen Stadtteilen Blasewitz auf der Agenda. Während der Sitzung hatten Bürger von 18 bis 19 Uhr zudem die Gelegenheit, dem OB in einer Sprechstunde Fragen zu stellen.

Besonders im Fokus stand der Antrag der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit, den Parkraum am Schillergarten auf ein Minimum zu reduzieren. Die Überschneidung von Elberadweg und Parkplatz sei ein „Konfliktpunkt“. Deshalb soll der Radweg verlegt werden und ein Überfahren des Weges durch PKW enden.

Zu diesem Punkt fragten die Geschäftsführer des Schillergartens den OB nach Zahlen. Er hatte die Unfallstatistik parat: Danach belaufe sich seit 2013 die Zahl der gemeldeten Unfälle pro Jahr stets auf null bis fünf, trug er vor. Thomas Jacob, einer der Geschäftsführer, ergänzte im Gespräch mit den DNN später, das spreche gegen die Bezeichnung Konfliktpunkt. Er sieht die niedrigen Zahlen als Argument für den Weiterbestand des gegenwärtigen Parkplatzes. Er selbst beobachte selten Unfälle und sei überzeugt, dass sich eine Lösung finden lässt.

Ähnlich sieht das auch Sebastian Kieslich, der für die CDU im Blasewitzer Ortsbeirat sitzt. Er erwartet einen entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung und nennt selbst einige Möglichkeiten, Unfälle künftig zu vermeiden: Schilder oder eine Verlangsamung des Radverkehrs durch Barrieren.

Im Namen des Landschaftsschutzes und Denkmalschutzes schlägt der Antrag außerdem vor, das Parken unter der Brücke ganz zu verbieten. Gegenwärtig bietet das Areal vor der Villa Marie, unter der Brücke und vor dem Schillergarten Platz für ungefähr 80 bis 100 Fahrzeuge. Jacob sieht jede Einschränkung des Parkraumes als Problem für die anliegenden Gastwirtschaften und Geschäfte. Auch für den Wochenmarkt wäre ein Wegfall von Stellflächen an und unter der Brücke seiner Meinung nach heikel.

Der geplante Wegfall der Parkplätze empört auch Anwohner. Ein Mann, der in der benachbarten Reinhold-Becker-Straße lebt, schimpfte, dass die schmale Straße schon jetzt ständig zugeparkt sei. Deshalb forderte er ein Parkverbotsschild von der Stadt. Direkt an Hilbert wandte er sich mit der Bitte „Bringen Sie Ihr Schwergewicht in den Stadtrat ein“. Das sorgte natürlich für Gelächter, und auch der OB ließ sich nicht lumpen, als er antwortete: „Jetzt werden Sie aber anzüglich.“

Kieslich, der das Ziel des Antrages insgesamt als „nicht an der Sache orientiert“ bewertete, verwies auf die „jahrzehntelange wirtschaftliche Nutzung“ der Fläche an der Brücke. Früher sei das Gebiet zum Beispiel ein Kohleplatz gewesen. Besonders störte ihn, dass der Antrag die Interessen von Älteren und Behinderten ausklammere. Der Parkplatz erleichtere ihnen den Zugang zu den Lokalen.

Der Ortsbeirat Blasewitz stimmte nach dem Bürgergespräch gegen den Antrag. Stadtpolitisch hat der Ortsbeirat zwar lediglich eine beratende Stimme. Kieslich sieht die Abstimmung aber als Richtungsweiser für den Stadtrat hin zu dem, was „die Leute vor Ort“ bräuchten.

Von Lisa Albrecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
07.12.2017 - 19:57 Uhr

Bei einer Großrazzia wurden am 5. Dezember 33 Wohnungen und Geschäftsröume durchsucht. Ausgangspunkt waren die Straftaten rund um das Zweitliga-Spiel zwischen dem Karlsruher SC und Dynamo Dresden vom 14. Mai.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.