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Lokales Pädagogen demonstrieren vor Dresdner Staatskanzlei für dauerhafte Altersteilzeit
Dresden Lokales Pädagogen demonstrieren vor Dresdner Staatskanzlei für dauerhafte Altersteilzeit
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17:58 09.09.2015
Markus Gretzschel (Philologenverband), Petra Stucke (Sächsischer Lehrerverband) und Michael Jung (Sächsischer Lehrerverband) (v.l.n.r.) Quelle: Stephan Hönigschmid

„Uns liegen vor allem zwei Dinge am Herzen. Zum einen brauchen wir eine dauerhafte Altersteilzeit im Blockmodell und zum anderen müssen die sächsischen Lehrer gerechter bezahlt werden“, sagt Wolfgang Renner, stellvertretender Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV). Das sei notwendig, um den Generationswechsel in der Lehrerschaft erfolgreich zu meistern und die Abwanderung von jungen Uniabsolventen in andere Bundesländer zu stoppen, betont der Gewerkschafter.  

Ausdrücklich hoben die Teilnehmer der Mahnwache hervor, dass es ihnen nicht in erster Linie um mehr Geld geht. Ihre Sorge gelte vielmehr der Qualität der Ausbildung, um zu verhindern, dass am Ende die Schüler die Verlierer sind, sagten die Pädagogen.  

Am 11. Juni hatte die Landesregierung den Lehrern bereits ein Angebot unterbreitet. Damit waren die Lehrerverbände aber nicht zufrieden. Nur sechs Prozent der Lehrer hätten bei einer Befragung angegeben, dass sie den Tarifvertrag der Staatsregierung in der vorliegenden Form annehmen würden, teilte der SLV mit.

In der Frage der Altersteilzeit wünschen sich die Pädagogen dauerhaft das sogenannte Blockmodell. Im Gegensatz zum linearen Modell, wo Lehrer bis zum Schluss weniger Stunden unterrichten, hat das Blockmodell eine Ansparkomponente. Die Lehrer gehen zunächst voll arbeiten und sparen für die Zeit an, in der sie freigestellt werden. Das hat nach Angaben der Verbände den Vorteil, dass sofort ein neuer junger Lehrer eingestellt werden könnte.  

Bezüglich der Bezahlung möchten die Lehrer eine Höhergruppierung für Mittel- und Förderschullehrer erreichen. Obwohl die Pädagogen von der im März beschlossenen Tariferhöhung im öffentlichen Dienst um 5,6 Prozent profitiert haben, fordern sie eine Anhebung der Besoldungsgruppen auf ein höheres Niveau, wie es zum Beispiel in vielen westlichen Bundesländern üblich ist.

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sind die sächsischen Lehrer ein bis zwei Gehaltsgruppen niedriger eingestuft, als das bundesweit üblich ist

Stephan Hönigschmid

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