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Lokales Pactec kehrt Dresden wohl nicht den Rücken - 30 Millionen Euro teure Investition geplant
Dresden Lokales Pactec kehrt Dresden wohl nicht den Rücken - 30 Millionen Euro teure Investition geplant
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18:18 09.09.2015

"Ich bin optimistisch, dass Pactec Dresden erhalten bleibt", sagte Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf DNN-Anfrage.

Das sah vor ein paar Monaten noch ganz anders aus: Weil Pactec wächst und seinen Anlagenpark modernisieren möchte, wollte das Unternehmen an der Nahtstelle zwischen Reick und Dobritz auf ein Nachbarareal umsiedeln, auf dem sich der frühere Speisesaal des "VEB Schokopack" befindet. Geplant sind ein neues Bürogebäude, Fabrik und Hochregallager sowie Anlageninvestitionen im Gesamtvolumen von reichlich 30 Millionen Euro, davon sind 22 Millionen für die neuen Gebäude eingeplant. Weil sich Grundstücksverhandlungen und Genehmigung aber ewig in die Länge zogen, kündigte Pactec schließlich entnervt an, dann eben in Bannewitz zu bauen. Dies ließ im Dezernat Hilbert alle Alarmglocken schellen, da damit der Stadt nicht nur Jobs und Steuereinnahmen verloren gehen würden, sondern auch Dresdens Ruf als investitionsfreundliche Kommune auf dem Spiel stand.

Nach Interventionen des Wirtschaftsbürgermeisters wurden daraufhin die strittigen Grundstücksfragen geklärt, das Unternehmen hat jetzt sogar schon eine Baugenehmigung in der Tasche. Pactec-Geschäftsführer Markus Rustler will sich indes vorerst noch alle Optionen offen halten: "Wir planen beide Standorte derzeit parallel", sagte er. Eine Entscheidung falle im Herbst.

Da Pactec allerdings in Dresden schon Baurecht hat, in Bannewitz hingegen jetzt erst der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt wurde - und es im Vorfeld dort bereits einige Anwohnerproteste gegeben hatte -, dürfte die Landeshauptstadt inzwischen wohl wieder die bessere Option für die Firma, Hilberts Optimismus insofern begründet sein.

Pactec stellt spezielle Verpackungsmaschinen für die Süßwarenindustrie her. Mit den Dresdner Anlagen werden Toffees, Kaubonbons, Kaugummis, Schokoladen und andere Leckereien in aller Welt verpackt. Das Unternehmen beschäftigt laut Rustler derzeit 340 Mitarbeiter - zehn mehr als im Vorjahr - und setzte im vergangenen Jahr etwa 60 Millionen Euro um. Der Vorgängerbetrieb VEB Verpackungsmaschinenbau war mit rund 3500 Mitarbeitern vor der Wende einer der größten Arbeitgeber in Dresden und Leitbetrieb des Kombinats Nagema. Nach dem Untergang der DDR konzentrierte sich die Firma auf Süßwaren-Verpackungsmaschinen. 1994 übernahm die Kölner "Rose-Theegarten" das Unternehmen. Die westdeutsche Mutter verlegte - eine Seltenheit im wiedervereinigten Deutschland - 1997 auch ihren Hauptsitz nach Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2013

Heiko Weckbrodt

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