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Lokales Ortsbeirat Pieschen stimmt Sachsenbad-Plänen zu
Dresden Lokales Ortsbeirat Pieschen stimmt Sachsenbad-Plänen zu
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08:47 12.04.2018
Das Sachsenbad steht seit 1994 leer. Quelle: Franziska Schmieder
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Dresden

 Es war die erwartet heiße Debatte: Der Ortsbeirat Pieschen hat den Sachsenbad-Plänen von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) zugestimmt. Allerdings nicht, ohne ein paar wesentliche Änderungen an der Vorlage zu beschließen, die noch vom Bauausschuss und dem Stadtrat bestätigt werden muss. Stadtrat Veit Böhm (CDU), der die neuerlichen Belebungsversuche fürs Sachsenbad 2016 angestoßen hat, musste den Änderungswillen der Ortsbeiräte mit einem Machtwort eindämmen. „Wir sollten diese Vorlage, die ein Quäntchen Chance auf Verwirklichung hat, nicht überfrachten“, warnte er. „Es gibt für die Sanierung mit städtischen Mitteln in keiner Fraktion Mehrheiten“, entgegnete er auf derartige Ansinnen. Das und eine kurze Beratung über alle Fraktionen hinweg führte zum Ergebnis.

Zur Erinnerung: Schmidt-Lamontain hatte ein Konzept erstellen lassen, nachdem das seit 1994 brachliegende Bad als Gesundheitsbad die besten Chancen für eine Revitalisierung hätte. Im Oktober soll auf der Immobilienmesse „Expo Real“ ein Investor gefunden werden, der diese Pläne trägt. Im Mai 2019 könnte dann der Verkauf des Sachsenbades, „sicher für keinen üppigen Betrag“ beschlossen werden, wie SPD-Ortsbeirat Stefan Engel sagt.

Zustimmung für Notsicherung

Die Ortsbeiräte stießen sich vor allem am geplanten Verkauf des denkmalgeschützten Baus, den auch schon Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) bei einem Diskussionsabend am Montag kritisiert hatte.Dazu wurde durch einen Antrag des Pieschener SPD-Chefs Engel eine Sicherung eingezogen. Sollte drei Jahre nach Verkauf nichts im Sachsenbad geschehen sein, erhält die Stadt ein Rückkaufsrecht. Ebenso, falls der Investor die Immobilie weiterverkauft.

Auf Vorschlag von Clemens Müller (Piraten) soll sowohl ein Verkauf als auch eine Vergabe per Erbbaupacht möglich sein. Dabei hätte die Stadt eine gewisse Kontrolle, aber auch Risiken. Da sich das Modell für einen Besitzer nicht rechne, sei es wenig attraktiv, hatte Schmidt-Lamontain am Montag erläutert. Außerdem sollen sich auch städtische Gesellschaften an der Ausschreibung beteiligen, eventuell auch im Verbund mit Genossenschaften.

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Was wird aus dem Sachsenbad? Die Stadt hat verschiedene Varianten untersuchen lassen. Alle haben Vor- und Nachteile.

Auf Vorschlag Heidi Geilers (Freie Bürger) soll eine Notsicherung, vielleicht mit Sanierungsmitteln, unternommen werden. Zustimmung fand sie auch für ihre Idee, einen Investor auf eine Abstimmung mit dem nahen Ärztehaus Mickten zu verpflichten. Das Gesundheitsbad könnte für die Poliklinik eine ideale Ergänzung darstellen, im Negativfall eine Konkurrenz, so Geiler.

Von Uwe Hofmann

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