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Ordnungsamt auf dem Striezelmarkt in Dresden von Öffnung bis Schließung präsent

Sicherheit Ordnungsamt auf dem Striezelmarkt in Dresden von Öffnung bis Schließung präsent

Das Ordnungsamt ist von Öffnung bis Schließung des Striezelmarktes präsent. Eine Mobile Wachse dient als Anlaufpunkt für Besucher des Marktes, Veranstalter, aber auch die Polizei.

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Quelle: Anja Schneider; DNN

Dresden. Etwas beengt sei es am Anfang schon, sagt Marlen Petzold. „Aber man fühlt sich einfach sicher.“ Die Mitarbeiterin des Gemeindlichen Vollzugsdienstes trägt eine schuss- und stichsichere Weste, wenn sie mit ihrem Kollegen Mario Gierth auf dem Striezelmarkt, dem Neumarkt und dem Stallhof Streife läuft. Petzold arbeitet in der Mobilen Wache des Gemeindlichen Vollzugsdienstes.

Die Idee: Das Ordnungsamt ist von Öffnung bis Schließung des Striezelmarktes präsent. Ein Kleinbus steht auf der Seestraße und ist mit zwei Mitarbeitern der Besonderen Einsatzgruppe besetzt, während zwei Mitarbeiter auf dem Striezelmarkt und im nahen Umfeld Streife laufen. Die Mobile Wachse soll als Anlaufpunkt für Besucher des Marktes, Veranstalter, aber auch die Polizei dienen. Die Mitarbeiter sind mit Funk ausgestattet und können so schnell Hilfe wie einen Rettungswagen holen.

Drei bis vier Personen pro Stunde würden die mobile Wache aufsuchen, sagt Petzold. „Die meisten fragen touristische Dinge. Sie wollen den Weg zur Frauenkirche wissen oder zu einer Tiefgarage.“ Auch als Fundbüro dient die Wache. Ein Hörgerät wurde schon abgegeben, so Gierth, dazu mehrere Portmonees. In einem Fall hatte der Besitzer seine Einkäufe an einem Stand verstaut und das Portmonee mit Karten und Ausweisen liegen lassen. Der hinter ihm stehende Besucher brachte es zur Wache, eine Telefonnummer lag auch im Portmonee. „Da hat man einen Stein plumpsen gehört“, meint Gierth lächelnd.

Der Striezelmarkt ist voller Menschen, aber am Vormittag ist der Alkoholpegel bei den meisten noch im normalen Bereich, sind keine hilflosen Personen zu sehen, gibt es noch keine glühweinbedingten Auseinandersetzungen. Gierth und Petzold schauen aufmerksam auf die Besucherströme, Besonderheiten stellen sie auf ihrer Streife nicht fest.

Das war in der ersten Striezelmarktwoche Ende November noch anders, erklärt Gierth. Es habe massive Beschwerden über Bettler gegeben, die im Umfeld des Marktes ihrem Gewerbe nachgingen. „Wenn sie nur dasitzen, können wir wenig machen“, sagt der Bedienstete, aber bei aggressivem Betteln würden die Mitarbeiter einschreiten. Inzwischen kenne man seine Kandidaten, es würden sich um die gleichen Personen handeln, die auch im Sommer betteln. „Das sind zwei Großfamilien aus der Slowakei“, weiß Petzold. Betteln auf dem Striezelmarkt ist genauso verboten wie Straßenmusik, aber an den Haltestellen würden auch regelmäßig Kinder die Wartenden ansprechen.

„Wenn wir die Kinder aufgreifen, kommen ganz schnell die Eltern und nehmen sie mit“, sagt Gierth. Die Auswüchse könnten mit deutlich sichtbarer Präsenz eingedämmt werden. „Auch bei der Straßenmusik können wir nur kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden.“ Lärmen die „Musiker“ aus Osteuropa außerhalb der erlaubten Zeiten, erhalten sie genauso Platzverweise wie Bettler, die Grenzen überschreiten.

Böse Sprüche habe er sich noch nicht anhören müssen, sagt Gierth. „Ganz im Gegenteil. Viele Marktbesucher loben uns und sagen, dass sie über unsere Anwesenheit froh sind.“ Das Sicherheitsbedürfnis sei gewachsen. „Viele freuen sich, dass Regeln nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch überwacht werden.“

Viele Autofahrer dürften das differenzierter sehen, schon 4900 Parkverstöße haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes angezeigt. „Wenn Autos in Feuerwehrzufahrten oder auf Behindertenparkplätzen stehen, werden sie konsequent abgeschleppt“, sagt Nora Jantzen, Sprecherin des Ordnungsamtes. Das Angebot an Parkplätzen in der Innenstadt sei knapp bemessen, für Dresdner empfehle sich der Öffentliche Nahverkehr als Transportmittel zum Striezelmarktbesuch. Denn auch entfernter liegende Straßen wie Am See oder Am Queckbrunnen wären regelmäßig zugeparkt. „Viele Anwohner beschweren sich, weil sie keinen Parkplatz mehr finden.“

Petzold und Gierth haben ihren Streifengang ohne Vorkommnisse beendet und dürfen sich 45 Minuten in der mobilen Wache aufwärmen, während ihre Kollegen ein Auge auf das Geschehen werfen. Noch bis zum Heiligabend 14 Uhr sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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