Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Offene Türen bei der Dresdner Polizei an der Schießgasse
Dresden Lokales Offene Türen bei der Dresdner Polizei an der Schießgasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:17 02.11.2017
Polizeiwaffen aus allen Epochen und vieles mehr können sich Interessierte beim Tag der offenen Tür an der Schießgasse im Polizeimuseum ansehen. Quelle: Archiv
Dresden

Erstmals seit zwölf Jahren lädt die Polizeidirektion Dresden zu einem Tag der offenen Tür ein. Am Sonntag, dem 12.  November, können sich interessierte Besucher in dem von 1895 bis 1900 als Polizeipräsidium errichteten Dienstgebäude an der Schießgasse ein Bild von den Beamten und ihrer Arbeit machen.

„Die Gäste erwartet ein buntes Programm. Neben einer Fahrzeug- und Technikausstellung werden Einsatzkräfte Teile ihrer Selbstverteidigungsausbildung vorstellen. Außerdem werden unsere Diensthunde ihr Können demonstrieren“, kündigt Polizeipräsident Horst Kretzschmar an. Daneben steht auch die polizeihistorische Sammlung offen, die sonst nur ausgewählte Besuchergruppen besichtigen dürfen. Sie umfasst insgesamt rund 1000 Objekte aus der Zeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert – die Reste des Dresdner Kriminalmuseums, vor 1945 eine der größten Sammlungen ihrer Art weltweit.

Bei unterschiedlichen Führungen erhalten die Besucher Einblicke in den Polizeialltag. An mehreren Stationen stellen Beamte ihre Arbeitsplätze vor. So können die Teilnehmer den Kollegen unter anderem im Polizeigewahrsam, bei der kriminaltechnischen Tatortarbeit oder im Führungsstab über die Schulter schauen. „Vielleicht weckt ja unser Tag der offenen Tür bei dem ein oder anderen das Interesse für den Polizeiberuf. Für den Fall steht unsere Berufsberaterin vor Ort natürlich gern Rede und Antwort“, berichtet der 57-jährige Polizeipräsident Kretzschmar.

Allerdings müssen sich Besucher auf Taschenkontrollen am Eingang gefasst machen. Teilnehmer der Führungen müssen zudem ihre Taschen beim Betreten des Gebäudes abgeben. Polizeibeamte nehmen sie für die Dauer der Führung in ihre sichere Verwahrung, wie es in einer Mitteilung heißt. Fotografieren und Filmen sei hingegen ohne Einschränkungen möglich. Der Zugang zum Ausstellungsbereich sei über die Landhausstraße oder den Eckeingang Schießgasse/Rampische Straße möglich.

Eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel „Tacheles zur sächsischen Polizei“, die um 18 Uhr im Hygienemuseum beginnt, rundet den Tag ab. Dort stehen Themen wie Verantwortung, Ausstattung und Verhalten der Polizei sowie die Unterstützung und Wertschätzung gegenüber den Beamten aus verschiedenen Perspektiven zur Diskussion. Mit dabei sind neben Kretzschmar dessen Görlitzer Amtskollege Torsten Schultze, Dieter Müller von der Fachhochschule der sächsischen Polizei sowie Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Rico Gebhardt (Linke) als Oppositionsführer im Landtag.

Veranstalter ist der Verein Atticus. „Die sächsische Polizei ist ein sensibles Thema, welches auch bundesweit immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Einfach ist diese Thematik auf keinen Fall und einfach wollen wir es uns auch nicht machen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Eric Hattke. „Daher werden wir mit Personen mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Polizei über deren Verantwortung und Zukunft diskutieren. Natürlich kommen auch diejenigen zu Wort, über die so viel geredet wird.“ Ziel der Veranstaltung sei, eine tiefgründige Problemanalyse zu betreiben, bei der Versäumnisse und Fehler genauso zur Sprache kommen sollen wie bereits erfolgte Verbesserungen und Erfolge. Bis zum 10. November können Interessenten per E-Mail an tacheles@atticus-dresden.de Fragen einsenden, die in die Moderation der Debatte einfließen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Von Stefan Schramm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Besser auf Achse, und zwar nicht nur im Katastrophenfall, sind seit Mittwoch vier Dresdner Stadtteilfeuerwehren. Die Kameraden aus Gorbitz, Mobschatz, Lockwitz und Schönfeld haben am Königsufer aus den Händen des Ersten Bürgermeisters Detlef Sittel die Schlüssel für vier nagelneue Kleinbusse bekommen.

02.11.2017

Nach anderthalb Jahren Bauzeit konnten die Schüler der Ober-, Aus- und Weiterbildungsschulen der AWV-Gruppe nach den Herbstferien in den gemeinsamen Bildungscampus am Straßburger Platz umziehen. Rund 20 Millionen Euro sind in das neue Gebäude und seine Ausstattung geflossen.

02.11.2017

Die Jugendarbeit in Dresden kann einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern leisten. „Es ist festzustellen, dass eine hohe Anzahl an neuzugewanderten Nutzerinnen und Nutzern erreicht wurde“, heißt es in einer Analyse des Jugendamtes.

02.11.2017