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„Offene Fragen“ bei Dresdner Stadträten zum Schulnetzplan der Verwaltung

Bildung „Offene Fragen“ bei Dresdner Stadträten zum Schulnetzplan der Verwaltung

Der Schulnetzplan ist ein umfangreiches Zahlenwerk. Er hinterlässt auch bei den Stadträten Fragezeichen. Nun sollen Experten für Klärung sorgen.

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Bei der künftigen Schulstruktur sind komplizierte Rechnungen nötig.

Quelle: Foto: Archiv/Christian Nitsche

Dresden. Auch Dana Frohwieser hält verschiedene Zahlen im Schulnetzplan (SNP) für „nicht nachvollziehbar“. Neben dem Dresdner Norden betreffe das auch andere Regionen der Stadt. Bei der nächsten Sitzung des Schulausschusses sollen deshalb Vertreter der kommunalen Statistikstelle für Klarheit sorgen, wie die Daten zustande kommen. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Bevölkerungszahlen an die Schulnetzplanung angepasst werden und nicht andersherum“, ergänzte die SPD-Bildungspolitikerin. Alles sei Spitz auf Knopf genäht, damit gehe der SNP den „falschen Weg“. Der Stadtrat werde Standortentscheidungen in Frage stellen und ändern müssen. Alles hänge aber von belastbaren Zahlen ab. Daher sollte die Stadt Prognosevarianten vorlegen. Frohwieser wünscht sich zudem mehr Werbung der Stadt für die Oberschule. „Sie verschließt den Weg zur Hochschule nicht, wird aber schlecht geredet“, sagte Frohwieser. Erneut forderte sie mehr Zeit für die Beratung des Schulnetzplans, mit dem sich gegenwärtig auch die Ortsbeiräte in der ganzen Stadt befassen. Es zu viel verlangt, in einer einzigen Sitzung darüber zu beraten und zu entscheiden. Verschiedene Ortsbeiräte haben dem Plan inzwischen – teils mit Ergänzungen - zugestimmt, in Plauen wurde die Debatte allerdings vertagt. Kommende Woche finden unter anderem die Beratungen in Klotzsche, Neustadt und Langebrück statt. Frohwieser appelliert an OB Dirk Hilbert, den zusätzlichen Beratungsbedarf zu unterstützen. „Es wäre das falsche Signal, dies zu verwehren.“

Heike Ahnert, Bildungspolitikerin der CDU, sieht bei den Zahlen im Schulnetzplan ebenfalls „viele offene Fragen“ und hofft auf Klärung durch die Statistiker. Beim Schulnetzplan müssten Lösungen für Probleme „an ganz vielen Stellen der Stadt“ gefunden werden. Die entscheidende Fragen sei, wie der Schulnetzplan gestaltet werden kann, damit er auf die große Dynamik innerhalb der Bevölkerung reagieren kann. „Wir brauchen einen Schulnetzplan, der atmen kann“, fügte Ahnert hinzu. Die Strukturen dürften „nicht zu sehr auf Kante genäht“ werden. Andererseits müssten aber auch die Kosten im Blick behalten werden. „Wir müssen dann klar sagen, dass wir das Geld zur Verfügung stellen und es nicht zu Lasten der Sanierungen geht.“ Ahnert zeigte sich vom Engagement der Eltern im Dresdner Norden beeindruckt. Der vorgeschlagenen Gesamtschule mit vier Zügen an der Königsbrücker Straße erteilte sie jedoch bereits eine Absage. Für nur zwei Züge an einem Gymnasium fehle die Rechtsgrundlage. Damit sei die Vielfalt an Leistungskursen nicht machbar. Da für Schulneubauten ein Vorlaufs von etwa sechs Jahren nötig sei, dürften die Beratungen nicht weiter verzögert werden.

Von Ingolf Pleil

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