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Oberschule statt Gymnasium

Neubaustandort Freiberger Straße in Dresden Oberschule statt Gymnasium

Auf dem Neubaustandort Freiberger Straße soll eine Oberschule errichtet werden. Das hat die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit beschlossen. Gegen die Stimmen der CDU, die erst die Debatte über den Schulnetzplan abwarten will.

Auf der Freiberger Straße soll eine neue Schule entstehen: Oberschule oder Gymnasium?

Quelle: Archiv

Dresden. Der Stadtrat hat die Vorgründung der 150. Oberschule am Standort Cämmerswalder Straße 41 zum Schuljahr 2018/2019 beschlossen. Das Schulgebäude wird gegenwärtig noch als Ausweichobjekt für Schulen genutzt, deren Gebäude saniert wird. Dieser Beschluss war unstrittig und wurde einstimmig getroffen. Von heftigen Wortgefechten begleitet war der zweite Beschluss zur 150. Oberschule: Diese soll nach dem Willen der rot-grün-roten Mehrheit zum Schuljahr 2022/2023 in einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kohlebahnhofs Freiberger Straße umziehen.

„Bitte nehmen sie den Bürger ernst“, mahnte Heike Ahnert, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und plädierte vehement dafür, den neuen Standort aus der Vorlage zu streichen. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für so eine Festlegung“, verwies sie auf die angeblich ergebnisoffene Debatte zum Schulnetzplan. „Wenn wir diesen Standort jetzt beschließen, greifen wir dem Plan vor und stellen die Weichen für einen Verschiebebahnhof.“

In der Tat: Die 150. Oberschule auf der Freiberger Straße hätte weitreichende Konsequenzen. Dann könnte der Neubaustandort nicht für ein Gymnasium genutzt werden, das in diesem Fall im Schulgebäude am Leutewitzer Ring gegründet werden müsste. Dort ist aber das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“ untergebracht, das nach Prohlis in die Boxberger Straße umziehen müsste.

„Wir würden es dem Berufsschulzentrum wünschen, dass es in dem Gebäude bleiben kann“, erklärte Anja Apel, Bildungspolitikerin der Linken, „aber wir brauchen ein Gymnasium für Gorbitz.“ Vielleicht könne der neue Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) ja einen neuen Standort für ein Gymnasium Gorbitz aus dem Hut zaubern, damit das Berufsschulzentrum am Leutewitzer Ring bleiben könne.

Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, warf den Christdemokraten vor, ihre überholte Bildungspolitik fortzusetzen: „Die Gymnasien werden verhätschelt, die Mittelschulen – Entschuldigung, reformierten Oberschulen – vernachlässigt.“ Das sei auch der Hintergedanke beim christdemokratischen Änderungsantrag zur 150. Oberschule. Es gehe um ein schickes neues Gymnasium an der Freiberger Straße. Dresden benötige aber auch attraktive Oberschul-Plätze, so Frohwieser. Die Cämmerswalder Straße könne nur eine Interimslösung für eine Oberschule sein und biete sich nach dem Auszug der 150. als Gebäude für eine Grundschule geradezu an.

Auch Frohwieser bekräftigte, sich einem anderen Standort für das Gymnasium Gorbitz nicht zu verschließen. „Aber wir brauchen ein Gymnasium in diesem Stadtteil“, bekräftigte sie. Mit 34 Stimmen von Rot-Grün-Rot wurde die Vorlage gegen 28 Ablehnungen ohne die Änderungswünsche der CDU beschlossen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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