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Lokales Oberpostdirektion im Plan
Dresden Lokales Oberpostdirektion im Plan
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08:33 12.06.2017
So soll die Residenz am Postplatz aussehen.  Quelle: CG Gruppe
Dresden

 Die CG Gruppe AG will im September Richtfest für die „Residenz am Postplatz“ feiern. Das kündigte Bert Wilde, Leiter der Dresdner Niederlassung des Immobilien-Projektentwicklers, jetzt gegenüber DNN an. „Wir liegen im Plan, auch wenn es sehr aufwendig ist, das Bestandsgebäude zu stabilisieren.“

Die CG Gruppe integriert das 1876 errichtete Gebäude der Oberpostdirektion in ihren neuen Wohnkomplex, in dem bis 2018 insgesamt 242 Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten entstehen sollen. „Bis Ende des Jahres soll der Rohbau fertig sein“, so Wilde. Kritik übte der Niederlassungsleiter an der hohen Zahl an Stellplätzen, die geschaffen werden müssen. „Das ist schon extrem und kann sich auf die Mietpreise auswirken.“

Die CG Gruppe errichtet in einer eingeschossigen Tiefgarage 107 Stellplätze.Für das zweite Projekt des Unternehmens am Postplatz ist eine zweigeschossige Tiefgarage geplant, in der die geforderten Stellplätze entstehen, die beim Projekt „Residenz am Postplatz“ nicht geschaffen werden können. Dafür müsse man unter anderem aufwendig das Grundwasser absenken. „Und am Ende hat man etwas geschaffen, das teilweise leersteht“, befürchtet Wilde. Die jüngere Generation, die als Mieter für Apartments mit anderthalb Zimmern in Frage komme, lebe größtenteils ohne Auto. „Wir müssen uns fragen, ob ein Stellplatz pro Wohnung noch eine zeitgemäße Forderung ist“, so Wilde. In Holland beispielsweise würden längst andere Standards gelten.

Während bei der Oberpostdirektion alles planmäßig läuft, hat die CG Gruppe bei ihrem zweiten Vorhaben – dem Telegrafenamt nur wenige Meter von der „Resident am Postplatz“ entfernt – das Tempo etwas gedrosselt. „Die Abbruchgenehmigung liegt uns vor, aber wir haben noch weitere Unterlagen für unseren Bauantrag eingereicht“, so Wilde. Wenn Baurecht vorliegt, werde der Projektentwickler die Terminkette festlegen. Die Entkernung des Telegrafenamtes sei weit vorangeschritten, so habe man Geschoss für Geschoss Asbestplatten entsorgen müssen.

„Wir werden erst mit dem Abriss beginnen, wenn wir in die Tiefe gehen“, kündigte Wilde an. Es sei nicht möglich, für lange Zeit das Grundwasser abzusenken. „Die Terminpläne müssen miteinander korrespondieren.“ Außerdem sei das Bauvorhaben in eine globale Struktur eingebunden, das sogenannte „VauVau“-Konzept der CG Gruppe. Dabei handelt es sich um teil- oder vollmöblierte Apartments an den Standorten Düsseldorf, Berlin, Leipzig, Köln, Frankfurt/Main und eben Dresden.

Das Konzept richtet sich an Menschen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit flexibel sein müssen, etwa Wissenschaftler, Ingenieure oder Musiker, die regelmäßig neue Aufträge oder Engagements an anderen Orten erhalten. Diese können dann von einem „Vau-Vau“-Standort zum nächsten ziehen. „Es geht uns um innovatives Wohnen“, so Wilde, „und die sechs Standorte sollen etwa zur gleichen Zeit fertiggestellt werden.Wir haben nicht den Anspruch, Dresden drei Jahre früher zu eröffnen.“

So hat das Telegrafenamt, das schon in grüne Netze eingehüllt ist, noch eine Schonfrist. In dem Neubau werden dann bis zu 250 Wohnungen entstehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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