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Lokales Obdach in der Kälte: Dresdner Nachtcafés sind stark gefragt
Dresden Lokales Obdach in der Kälte: Dresdner Nachtcafés sind stark gefragt
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20:31 09.09.2015
Ein obdachloser Mann in einem Nachtcafé in Dresden. (Archivfoto) Quelle: dpa
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Im Dezember gab es in Spitzen 20 Übernachtungen, wie Mira Körlin von der evangelischen Kirche Dresden am Freitag sagte. „Im Schnitt kamen damit mehr Hilfesuchende als in der vergangenen Saison.“ Damit seien Grenzen sowohl bei den Übernachtungsmöglichkeiten selbst als auch bei der Verpflegung erreicht.

„Insofern freuen wir uns weiter über jede Spende - vom Schlafsack bis zum Essen.“ Zunehmende Nachfrage gebe es von Menschen aus Rumänien, Polen und Tschechien, die in Deutschland eine Arbeit suchten, sagte Körlin. „Das hatte sich im vergangenen Jahr ja schon angedeutet.“ Fänden diese Menschen in absehbarer Zeit keinen Job, steckten sie völlig ohne Geld und Rückfahrkarte nach Hause in einer Sackgasse. „Das wird uns in Zukunft vermutlich noch stärker beschäftigen. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Die Idee für die Nachtcafés stammt von Studenten der Evangelischen Hochschule in Dresden. Mittlerweile gibt es diese Form der Hilfe seit 19 Jahren.

Noch bis zum 31. März öffnen im Wechsel evangelische und katholische Kirchen sowie die Heilsarmee Räume, um Obdachlosen in der kalten Jahreszeit ein Dach über dem Kopf zu geben. Für einen Euro können Wohnungslose zwischen 20.00 und 7.00 Uhr bei den Gemeinden in Dresden nächtigen. Es gibt auch eine warme Mahlzeit, Getränke - dabei ist Alkohol tabu - und ein gemeinsames Frühstück. Zudem besteht die Möglichkeit, Wäsche zu waschen und zu duschen. „Bei Bedarf sind die beteiligten Gemeinden bereit, auch über den 31. März hinaus Wohnungslose zu versorgen.“

dpa

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