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OB legt dem Stadtrat Planungen für Ski-Weltcup in Dresden am Elbufer vor

Sportevent OB legt dem Stadtrat Planungen für Ski-Weltcup in Dresden am Elbufer vor

Dresdens Oberbürgermeister Dirk HIlbert hat detaillierte Pläne für den Ski-Weltcup vorgelegt, der im kommenden Jahr in Dresden am Elbufer stattfinden soll. Damit soll sich nun der Stadtrat befassen.

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Die Top-Athleten der Welt sollen sich ab 2018 am Elbufer ein Stelldichein geben.

Quelle: picture alliance/dpa/Montage: A. Eylert

Dresden. Die Landeshauptstadt soll im kommenden Jahr am 13. und 14. Januar Austragungsort des Ski-Weltcups sein. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) legte dafür jetzt detaillierte Pläne des Veranstalters und der Stadt vor. Der Stadtrat hatte den Verwaltungschef dazu im Dezember aufgefordert und die vorgesehenen Ausgaben auf Eis gelegt.

Der Skilanglauf-Weltcup ist eine jährlich zwischen November und März an verschiedenen Standorten ausgetragene Wettkampfserie. Dresden soll ab kommendem Jahr dazugehören – das haben sich die beiden Journalisten René Kindermann und Torsten Püschel ausgedacht, die vor allem aus dem MDR-Fernsehen bekannt sind. Sie sind die alleinigen Gesellschafter der City-Ski GmbH & Co. KG mit Sitz in Dresden, die als Veranstalter des FIS Ski-Weltcup Dresden auftritt.

Wie der Oberbürgermeister jetzt dem Stadtrat mitteilt, soll der Weltcup in Dresden am Wochenende vom 13. und 14. Januar 2018 stattfinden und speziell auf den Skilanglauf-Sprint im freien Stil (Skating) ausgelegt sein.

„Dies soll spannende, spektakuläre Rennen garantieren“, heißt es in der Beschlussvorlage aus dem Geschäftsbereich von Finanz- und Sportbürgermeister Peter Lames (SPD). Die Strecke entlang des Elbradwegs zwischen Carolabrücke und Japanischem Palais werde rund 750 Meter lang sein. Die Athleten würden diese während der Qualifikation und in der Finalrunde zweimal durchlaufen. Am Sonnabend seien die Entscheidungen im Einzel-Sprint bei Frauen und Männern geplant, am Sonntag soll es dann Team-Sprint Rennen für Frauen und Männer geben.

Formal betrachtet schließt die City-Ski einen Vertrag mit dem Deutschen Skiverband (DSV) und dieser bewirbt sich beim Internationalen Skiverband (FIS) um die Austragung. Die Vergabeentscheidung falle immer für eine Saison nach einer Prüfung im Frühjahr. „Um die positiven Effekte für die Region voll zu nutzen, strebt der lokale Veranstalter einen Zeitraum der Durchführung von zunächst fünf aufeinander folgenden Jahren an“, schreibt der OB an den Stadtrat. Diese Praxis werde von DSV und FIS unterstützt, über die Vergabe werde jedoch jährlich entschieden und ebenso „muss die finanzielle Förderung der Veranstaltung durch die Landeshauptstadt Dresden jährlich neu beantragt und entschieden werden“. Es empfehle sich, in den Haushalten ab 2019 eine mögliche Förderung dem Stadtmarketing zuzuordnen.

Für kommendes Jahr soll der Stadtrat über eine Förderung von 300000 Euro entscheiden. 200000 Euro kämen aus dem Etat des Sportstättenbetriebs und 100000 aus dem Fond des Oberbürgermeisters für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Zwei Dinge sollen laut Ausrichter den FIS Ski-Weltcup Dresden international zum Aushängeschild machen: die Nachhaltigkeit und das Motto „Athletes first“ – das Wohl der Sportlerinnen und Sportler soll demnach an erster Stelle stehen. Dafür sorge unter anderem der kurze Weg vom nahegelegenen Nobelhotel zur Wettkampfstätte – fünf Minuten zu Fuß seien weltweit einzigartig für diesen Wettbewerb. Außerdem sollen Nachwuchs-Skiläufer aus Dresden und Sachsen die Chance erhalten, den Stars der Szene ganz nah zu sein.

All das soll dazu führen, dass sich die Athleten in Dresden willkommen und wohl fühlen und die Landeshauptstadt als weltoffenen Ort wahrnehmen. Dies würden sie per Videos, Fotos und Texte über die sozialen Netzwerke in die ganze Welt verbreiten. Der Veranstalter will dies mit entsprechenden Tools fördern und so die positiven Effekte für Dresden weiter erhöhen. Aber auch Trainer, Mitarbeiter und Betreuer würden dazu einen Beitrag leisten.

Der Gesamtetat der Veranstaltung werde mit etwa 1,2 Millionen Euro beziffert. Davon sollen je ein Viertel (300 000 Euro) durch die Förderung der Stadt und des Freistaates Sachsen aufgebracht werden. Weitere Einnahmen würden durch die FIS, über Sponsoren sowie über die Zuschauer (Tickets, Catering) erwartet. „Das finanzielle Risiko liegt beim Veranstalter“, stellt Hilbert fest. Die Veranstalter kalkulieren unter anderem mit Ausgaben von 380000 Euro für ein Organisationsbüro in Dresden (12 Monate) mit vier Arbeitsplätzen, freien Mitarbeitern sowie Miete, Versicherungen und anderen Kosten. Für die Veranstaltungsleitung, den Technischen Leiter, Security sowie Media-Betreuung sind weitere 100000 Euro eingeplant.

Zwei Drittel der Ausgaben sollen über die Beschäftigung lokaler Firmen in der Stadt verbleiben, Hotels sollen im traditionell schwachen Januar besser ausgelastet werden. Für die Stadt sei durch die Berichterstattung über die Wettkämpfe der Weltstars in den Medien mit einem Werbeeffekt zu rechnen, nicht nur in vielen Ländern Europas, sondern auch in Asien, in den USA oder Kanada. „Mit dem FIS Ski-Weltcup Dresden sollen emotionale Bilder einer weltoffenen Stadt transportiert werden, die markante Silhouette Dresdens ist dabei permanent als Hintergrund.“

In Umweltfragen wollen sich die Veranstalter am FIS-Leitfaden für „Green Events“ orientieren. Ökostrom, Nahverkehrsnutzung, Mehrweggeschirr und papiersparende Kommunikation sollen das grüne Ereignis kennzeichnen. Der Januar sei aufgrund der erfahrungsgemäß niedrigen Temperaturen gewählt worden. „Durch moderne Technologien bei der Herstellung bleibt der Schnee inzwischen auch bei deutlichen Plusgraden fest“, heißt es in der Vorlage. Auf den Einsatz von Speisesalz, das Feuchtigkeit bindet und damit den Schnee auch bei höheren Temperaturen erhält, soll vermieden werden. Zumindest seien die Planungen darauf gerichtet.

Die Veranstalter sprechen von einem Zehn-Tage-Event für Dresden. Mit ersten Absperrungen soll es schon am 8. Januar losgehen, zu dieser Zeit beginne auch das Verteilen des Schnees. Am 15. Januar soll die Strecke dann verkürzt werden auf den Bereich zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke und für Schulwettkämpfe, Firmenläufe, Nachwuchsmeisterschaften sowie einen Dreiländerwettbewerb für „Sachsen, Böhmen und Schlesien“ genutzt werden. Am 22. Januar werde dann der letzte Schnee vom Elbradweg entfernt.

Von Ingolf Pleil

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