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Lokales Nur wenige Jugendliche besuchen Abschlussveranstaltung der U18-Wahl in Dresden
Dresden Lokales Nur wenige Jugendliche besuchen Abschlussveranstaltung der U18-Wahl in Dresden
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18:15 09.09.2015
Felix Warsame (re.) vom Politischen Jugendring Dresden betreut den Wahlstand bei der Abschlussveranstaltung. Quelle: Stephan Hönigschmid
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Groß war der Andrang allerdings nicht. Nur wenige Jungwähler besuchten die Wahlparty.

Die Ergebnisse aus Dresden, Sachsen und ganz Deutschland werden am Abend auf der Internetseite www.u18.org veröffentlicht. In Dresden gab es in Schulen und Jugendtreffs etwa 34 Wahllokale für die U18-Wahl. In ganz Sachsen waren es nach Angaben der Veranstalter 148.

Bei der Stimmabgabe kamen die Organisatoren vom Jugendverein Roter Baum, vom Stadtjugendring Dresden und vom Politischen Jugendring auch mit potenziellen Wählern von morgen ins Gespräch. „Zusätzlich zur Wahl machen wir eine Umfrage, was die Jugendlichen von der bisherigen Altersgrenze beim Wählen halten. Manche sagen 18 ist ein guter Kompromiss und andere meinen sogar, dass das Alter höher sein müsste, weil einigen in dem Alter noch die nötige Reife fehlt“, berichtet Felix Warsame vom Politischen Jugendring.

Über das Engagement von jungen Menschen in der Politik diskutierten auch die jugendpolitischen Sprecher von CDU, FDP, Grünen, Linken und SPD auf einer nahe gelegenen Bühne. Dort stellte unter anderem Henning Homann von der SPD klar, dass er eine U18-Wahl zwar begrüße, allerdings lediglich als ersten Schritt. „Nur wählen gehen, ist zu wenig. Demokratie bedeutet auch Engagement im Alltag. Deshalb müssen wir die Quoren für Volksentscheide heruntersetzen, um so viele junge Menschen wie möglich für die Politik zu begeistern“, so Homann.

Die ebenfalls anwesende Annekatrin Klepsch von der Partei Die Linke schlug in diesem Zusammenhang vor, Kinder und Jugendliche grundsätzlich bei Entscheidungen einzubeziehen. „Wenn vor Ort zum Beispiel etwas gebaut werden soll, wäre es gut, wenn man auch auf die Meinung von Kindern und Jugendlichen hören würde“, betonte die Landtagsabgeordnete.

Zumindest an diesem Tag hörten die Politiker tatsächlich auf das, was die Junioren bewegte. Geduldig standen sie ihnen und Antwort stehen. Unter anderem wurden sie gefragt, ob man bald auch per Facebook wählen kann und wer dafür zuständig ist, damit alte marode Turnhallen in Dresden saniert werden.

Die üblichen parteipolitischen Beschuldigungen konnten die jugendpolitischen Sprecher der Parteien allerdings auch bei diesem Termin nicht unterdrücken. Dennoch waren sie bemüht, einfache und verständliche Antworten zu geben. Wem diese Informationen nicht ausreichten, der konnte sich auch an den Ständen der Partei-Jugendorganisationen informieren.

Neben Politik pur gab es auch ein kulturelles Begleitprogramm. Unter anderem trat ein junger Rapper des Kinder- und Jugendhauses in Gorbitz auf. Außerdem stand eine Feuershow auf dem Programm.

Stephan Hönigschmid

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