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Lokales Nur 28 Prozent der Mittelschüler nehmen an Schulessen teil – Platzmangel als Problem
Dresden Lokales Nur 28 Prozent der Mittelschüler nehmen an Schulessen teil – Platzmangel als Problem
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18:04 09.09.2015
Quelle: dpa
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Nur die Zahl der mitessenden Grundschüler ist mit 73 Prozent immer noch recht hoch.

Das geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Stadträtin Gerit Thomas hervor. „Mit zunehmendem Alter essen immer weniger Kinder mit. Das liegt zum einen an der schwierigen Platzsituation in den Speisesälen an vielen Schulen und zum anderen auch an der finanziellen Situation mancher Eltern“, so Gerit Thomas. Die geringe Quote der Essensteilnehmer an Mittelschulen erklärt sich die Grünen-Stadträtin vor allem mit dem teilweise fehlenden Bewusstsein der Eltern für gesundes Essen. „Manche Eltern schicken ihre Kinder mit Energygetränken und Schokoriegeln in die Schule.“ Neben den sozialen Gesichtspunkten an Mittelschulen weist Annett Grundmann, Kreiselternratvorsitzende auch daraufhin, dass sich die Schüler mit zunehmenden Alter zuhause selbst ein Essen kochen, statt in der Schulspeisung zu essen.

An Gymnasien reicht oft schlicht der Platz nicht aus, um allen Schülern eine mittagliche Stärkung zu ermöglichen. Besonders kritisch sei die Enge der Speiseräume an den Gymnasien Cotta, Romain-Rolland und Vitzthum-Gymanium. Ebenso eng ist es in der 37. und der 15. Grundschule. Laut Kultusministerium sollen jedem Schüler 1,4 Quadratmeter pro Schüler an Speiseraum zur Verfügung stehen. Besonders akut sei die Raumproblematik am Vitzthumgymmansium. Dort habe sich die Zahl der aufgenommenen Schüler erhöht, doch der Speisesaal ist nicht mitgewachsen. Für rund 410 Teilnehmer am Mittagessen steht ein Essensraum mit rund 216 Quadratmetern zur Verfügung.

Den Platzmangel beim Mittagessen im Vitzthum-Gymnasium bestätigt auch Elternratsprecherin Annett Grundmann. „Wir hören immer wieder von Eltern und Kindern, dass der Platz beim Mittagessen nicht ausreicht.“ Viele Schüler würden auch aus sozialen Faktoren nicht mehr in den Schule mitessen, ist sich Grundmann sicher. Wenn nicht alle Freunde am Mittagstisch Platz fänden, verzichten viele Schüler ganz auf ihr Mittagsmahl. Auch das Romain-Rolland-Gymansiu kämpft nach seinem Umbau mit Platzproblemen beim Mittagessen. Nach Angaben von Gerit Thomas hatte das Gymnasium damit gerechnet, dass 40 Prozent der Schüler am Essen teilnehmen, nun sind es aber 60 Prozent. Im Gymnasium Dresden-Cotta seien schlicht die Ausgabeküchen zu klein, um den Schüleransturm gerecht zu werden. Als Lösungsansätze sieht Gerit Thomas vor allem die Verbesserung der Raumfrage und eine bessere Aufklärung der Eltern und Kinder über gesundes Mittagessen.

Wenn die Kinder bis teilweise 14 oder 15 Uhr in der Schule sind, reicht ein Schokoriegel nicht aus. Das bestätigt auch Elke Liesen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „Laut den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollen Kinder und Jugendlichen an mindestens 20 Tagen im Monat Gemüse essen. Außerdem einmal in der Woche Fisch“. Wie die Expertin bestätigt, gibt es in den Schulspeisungen zu häufig Fleisch.

Julia Vollmer

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