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Nur 23 Prozent der Dresdner vertrauen dem Stadtrat

98. DNN-Barometer Nur 23 Prozent der Dresdner vertrauen dem Stadtrat

Die wichtigste Aufgabe der Kommunalpolitik für die nächsten Jahre ist es, für bezahlbares Wohnen zu sorgen. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das 502 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt wurden. Doch nur 23 Prozent der Befragten setzen großes Vertrauen darin, dass der Stadtrat seine auch Arbeit gut macht.

Der Dresdner Stadtrat: Nur 23 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Politiker ihre Arbeit gut machen.
 

Quelle: DNN

Dresden.  Die wichtigste Aufgabe der Kommunalpolitik für die nächsten Jahre ist es, für bezahlbares Wohnen zu sorgen. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 502 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragte. 96 Prozent der Befragten halten das Thema für sehr wichtig (73 Prozent) oder eher wichtig (23 Prozent), nur vier Prozent kreuzten „eher unwichtig“ an.

Auf Platz 2 folgt der Bau von Schulen und Kitas, der 64 Prozent sehr wichtig und 29 Prozent eher wichtig ist, den dritten Platz belegt „Mehr mit den Bürgern reden“. Beteiligung ist 63 Prozent der Befragten sehr wichtig und 33 Prozent eher wichtig. Einen ausgeglichen Haushalt wollen 93 Prozent der Befragten, den Ausbau der Angebote für sozial Schwache befürworten ebenfalls 93 Prozent. Weniger wichtig ist den Dresden die stärkere Förderung von Kunst und Kultur (23 Prozent sehr wichtig, 51 Prozent eher wichtig), auch die Sanierung von Straßen (37 % / 48 %) verfehlt einen Spitzenplatz. Die Integration von Flüchtlingen sehen 48 Prozent als sehr wichtige Aufgabe für die Kommunalpolitik und 38 Prozent als eher wichtig.

In den vergangenen fünf Jahren ist Dresden nach Auffassung der Befragten nicht so richtig vom Fleck gekommen, in einigen Bereichen hat sich die Situation sogar verschlechtert. So glauben nur 31 Prozent, dass die Repräsentation Dresdens nach außen besser geworden ist, während 28 Prozent von einer Verschlechterung und 39 Prozent von einer Stagnation ausgehen. Das war im April 2014 noch ganz anders: Damals gingen satte 71 Prozent von einer Verbesserung aus. Der Zustand der Straßen stagniert nach Auffassung von 39 Prozent. Auch bei der Ansiedlung von Unternehmen ist Dresden nicht vorangekommen, glauben 42 Prozent.

Verbessert hat sich für 58 Prozent der Zustand der Schulen, zum Vergleich: Weit vor dem Schulhausbauprogramm, im April 2004, sahen nur 23 Prozent eine verbesserte Situation bei den Bildungseinrichtungen. Beim Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen sehen 59 Prozent eine Verbesserung, im April 2004 lag der Wert noch bei 8 Prozent. allerdings: Im August 2013 hatten 74 Prozent eine Verbesserung bei den Betreuungsplätzen gesehen, im April 2014 immer noch 65 Prozent.

Deutlich verschlechtert hat sich nach Auffassung von 47 Prozent der Befragten das Zurückdrängen von Rechtsradikalismus, im April 2014 sahen das nur 13 Prozent so. Nur 19 Prozent gehen von einer Verbesserung der Situation aus, 33 Prozent haben bei diesem Thema keine Veränderung bemerkt. Die Beteiligung der Bürger an der Politik hat sich für 29 Prozent verbessert, das ist ein Rekordwert. Im April 2004 sahen das nur 12 Prozent so, im August 2013 15 Prozent und im April 2014 22 Prozent.

23 Prozent der Befragten setzen großes Vertrauen darin, dass der Stadtrat seine Arbeit gut macht. 43 Prozent haben nicht so großes Vertrauen in die Arbeit des Kommunalparlamentes und 22 Prozent nur wenig Vertrauen. Gar kein Vertrauen gaben vier Prozent an, unentschieden und unschlüssig waren je vier Prozent. Damit ist das Vertrauen der Bevölkerung in den Stadtrat auf niedrigem Niveau gestiegen – im April 2014 lag der Wert bei 22 Prozent.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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