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Lokales Nudeln noch selbstgemacht - Pasta Lucia bei der Messe Kulinaria & Vinum
Dresden Lokales Nudeln noch selbstgemacht - Pasta Lucia bei der Messe Kulinaria & Vinum
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23:24 09.09.2015
Dana Seifert, Mitarbeiterin in der Nudelmanufaktur Dresden, schüttet den Hartweizengrieß in die Nudelmaschine. Nun fehlt nur noch die richtige Menge Wasser. Quelle: Carola Fritzsche

Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete Lucia zudem ein weiteres Geschäft in Dresden an der Tolkewitzer Straße 2. Am Wochenende ist er mit seinen Produkten auch auf der Messe Kulinaria & Vinum (Ebene drei, Stand 367) vertreten.

Lucias Credo: Nudeln original aus Sachsen. "Mir ist es wichtig, dass unsere Produkte zu 100 Prozent aus der Region kommen", erklärt der gebürtige Brandenburger. Der wichtigste Rohstoff ist dabei der Hartweizengrieß. Dieser stammt von der Saale Mühle in Alsleben, die seit 2007 den lokalen Anbau von Hartweizengrieß fördert.

Seit 2007 beschäftig sich auch Mario Lucia mit einer ganz bestimmten Idee. "Ich wollte Nudeln in größeren Mengen maschinell herstellen, die trotzdem noch so schmecken wie zu Hause selbst gemacht", berichtet Lucia. Zwei Jahre Testphase waren für seine Idee notwendig. Ständig wurden die Mengenverhältnisse der verschiedenen Zutaten verändert und verbessert. "In den zwei Jahren sind sicher mehrere Tonnen Teig in den Müll gewandert, aber mein Geschäft sollte nur an den Start gehen, wenn wirklich alles passt", erklärt der gelernte Hotelkaufmann. 2010 war es dann so weit und die erste Nudelsorte - die Wehlmuschel - kam auf den Markt. Im Laufe der Zeit kamen Tagliatelle, Rigatonis und Spaghetti dazu. Diese sind mittlerweile sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich: Chily, Bärlauch und Steinpilz. Auch bei diesen "Premiumprodukten" achtet Lucia auf Qualität. So werden beispielsweise die Steinpilze zu einem feinen Pulver gemahlen und in den Nudelteig gemischt. 10 Gramm Pulver kommen insgesamt auf 100 Gramm Nudeln. "Unsere Kunden sollen schließlich den Steinpilz auch herausschmecken und nicht nur erahnen können", erklärt der 39-Jährige.

Eine weitere Besonderheit in seiner Manufaktur: Dem Teig wird viel Zeit während der Knet- und Ruhephase gegeben. Entscheidend ist laut Lucia allerdings die Lufttrocknung: "Entgegen der industriellen Nudelherstellung trocknen wir die Pasta über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen in einem klimatisierten Trockenraum bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchte." Durch die langsame Trocknung geliert die Stärke im Produkt nicht, das heißt, die Nudeln werden nicht so hart, behalten verstärkt ihren Geschmack und brauchen gerade mal drei bis vier Minuten im Kochtopf. Also Nudel gut, Ende gut? Nein, noch nicht ganz...

"Ich hatte mal eine Reportage über fast fleischlose Bolognesesaucen gesehen. Da kam ich auf die Idee, für unsere Nudeln auch selbst gemachte Saucen anzubieten", erzählt Lucia. "Schließlich können wir unseren Nudeln keinen Mist antun", fügt er lächelnd hinzu. Und so kam es, dass der Chef zusätzlich noch ein Bologneserezept entwickelte, bei dem über 30 Prozent Fleisch enthalten sind. Zum Vergleich: Das deutsche Lebensmittelgesetz schreibt gerade mal drei Prozent vor.

Neben der hohen Qualität der Nudeln bietet die Manufaktur im Übrigen auch Führungen an. Dabei können Interessenten so einiges über die Entstehung, die Philosophie und Konzeption von Pasta Lucia erfahren, die Maschinen berühren, den Weizen riechen, den Teig kneten, die Pasta abschneiden und am Ende selbst verkosten. Kinder von drei bis zwölf Jahren zahlen dafür 7,50 Euro, Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahre 9,50 Euro und Erwachsene 13,50 Euro.

Nadine Steinmann

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