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Lokales Nominierte des Sächsischen Designpreises stellen Arbeiten in den Werkstätten Hellerau vor
Dresden Lokales Nominierte des Sächsischen Designpreises stellen Arbeiten in den Werkstätten Hellerau vor
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08:00 09.09.2018
In der Natur unterwegs sein ist schön – bis man Strom benötigt. Mit dem Rucksack von Steve Leisner soll das kein Problem mehr sein. Seine „Mobile Workstation für digitale Nomaden“ hat auf den schwarzen Außenflächen des Rucksacks Solarpanels integriert. Mit viel Klettverschluss kann der Rucksack Stück für Stück „aufgefaltet“ werden und bietet neben Platz für den Laptop auch einen Sichtschutz – falls schon am nächsten Designerstück gefeilt wird. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Anders, ästhetisch und dabei auch noch funktional: Diesen Anspruch haben über 200 sächsische Designer an ihre Objekte von der Industriemaschine über Kleidung bis zu Spielzeug gehabt.

27 von ihnen hat eine Jury um die Kölner Professorin für Design Uta Brandes am Freitag für den Sächsischen Designpreis 2018 nominiert. „Wir sehen sehr filigran und gut gearbeitete Objekte“, lobt Brandes.

Ihr haben es die Stücke einiger Jungdesigner angetan, zum Beispiel ein extravaganter Mantel, der mit dem Anspruch gestaltet wurde, den Träger komplett zu verhüllen – und damit auf Probleme beim Datenschutz aufmerksam machen will. „Insgesamt könnten die sächsischen Designer noch etwas mehr Mut zu radikaleren Lösungen zeigen“, sagt die Design-Professorin.

Der diesjährige Sonderpreis ist für Sounddesign ausgelobt. Damit sind nicht etwa Klang- oder Musikkompositionen gemeint, sondern es geht darum, Töne zu erzeugen, die mit Objekten zusammenhängen. „Reißen Sie beispielsweise die Packung eines Knusperriegels und eines Marshmallows auf und hören Sie genau hin“, erklärt Brandes. Unter den nominierten Objekten, die zur Leistungsschau in den Werkstätten Hellerau gezeigt wurden, fanden sich neben Schmuckstücken, Postern und Kleidung – was doch klar mit Design verbunden wird – auch Kuriositäten, wie ein filigran geformter Grill, eine „Gummizelle“ mit außergewöhnlichen Formen und Farbgebung sowie ein Rucksack mit integriertem Solarpanel. „Das ist das Bild von Sachsen, das wir zeigen wollen“, sagt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf der Leistungsschau angesichts der Bilder der vergangenen Tage aus Sachsen, die durch die Medien gingen.

Die Gewinner des mit insgesamt 50 000 Euro dotierten Preises werden am 5. November im Albertinum gekürt.

Von Tomke Giedigkeit

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