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Dresden Lokales Noch einen Monat Bauarbeiten an der Dresdner Albertbrücke
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14:47 02.08.2016
Noch einen Monat Bauarbeiten an der Dresdner Albertbrücke Quelle: Anja Schneider
Dresden

„Es müssen vielleicht noch ein paar Schrauben festgeschraubt werden und der Schutzanstrich fehlt noch.“ Die dann also nur fast fertige Albertbrücke soll dennoch am 5. September für den Verkehr freigegeben werden. Auf diesen Termin hat sich die Stadt mittlerweile festgelegt. Das sagte am Dienstag Reinhard Koettnitz, Leiter des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes, beim letzten Medien-Baustellenrundgang auf der Brücke.

Detlef Sittel (CDU), Erster Bürgermeister, wird die Ehre haben, dann das Band zu durchschneiden und die ersten Autos auf die Brücke zu winken. Schon knapp fünf Stunden vorher dürfen an diesem ersten Montag im September 2016 die Straßenbahnen wieder auf zwei Gleisen über die Brücke fahren. Damit endet für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ein zweijähriges Provisorium und für die Autofahrer eine Durststrecke, die Koettnitz gar nicht so schlimm fand. „Wir waren überrascht, wie schmerzfrei das ging“, beschreibt er das umstrittene Fahrverbot für Autos. „Es ist nicht viel an Protest eingegangen dafür, dass die Brücke einfach mal vom Netz gegangen ist“, resümiert der Amtsleiter und sieht damit die Bautaktik der Stadt bestätigt: keine Autos auf der Baustelle zugunsten möglichst schneller Arbeit.

Nach zweijähriger Bauzeit sind die Tage gezählt, an denen die Dresdner Albertbrücke gesperrt ist. In einem reichlichen Monat ist Eröffnungstermin. Noch aber ist die Brücke eine große Baustelle.

Bevor die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, muss noch am Geländer gearbeitet, eine der zwei neuen Fahrbahnen asphaltiert und der Fahrdraht der Straßenbahn komplettiert werden. Das Finale der Arbeiten markieren außerdem Umbauten auf dem Rosa-Luxemburg-Platz und dem Sachsenplatz. Dort werden bis Ende August Weichen ausgebaut die Schienen ans übliche Gleisnetz angeschlossen. Ganz zum Schluss verschwindet die Ampelanlage, die bisher den wechselseitigen, eingleisigen Betrieb der Straßenbahnen geregelt hat.

Ist die Brücke fertig, können Bahnen und Autos dort 50 Stundenkilometer schnell fahren. Das war vor der Sanierung unmöglich, denn die Autos hatten neben den Straßenbahnen kaum Platz. Und die Bahnen selbst durften zuletzt streckenweise nicht mal schneller als 10 km/h fahren.

Laut Koettnitz ist der Stadt bei der Sanierung der Albertbrücke eine finanzielle Punktlandung gelungen. Die Arbeiten schlagen mit 27 Millionen Euro zu Buche. Fünf Millionen Euro davon gehen zu Lasten der Dresdner Verkehrsbetriebe.  Deren Finanz- und Technikvorstand Andreas Hemmersbach lobte die zügige Sanierung, bei der die Bahnen zumeist noch auf einem Gleis über die Brücke fahren durften. Ersatzverkehr wäre viel teurer geworden, gab er zu bedenken, ganz abgesehen vom dabei drohenden Fahrgastverlust.

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