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Lokales Noch eine Schwimmhalle für Dresdner Norden
Dresden Lokales Noch eine Schwimmhalle für Dresdner Norden
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11:04 29.06.2018
Das Sachsenbad steht seit Jahren leer. Quelle: Franziska Schmieder
Dresden

Die Stadtteile Neustadt, Pieschen und Wilder Mann brauchen eine Schwimmhalle. Das haben mehrere Stadträte am Donnerstagabend auf der Sitzung des Stadtrates in der Debatte zum Sachsenbad gefordert. Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte im Ortsbeirat Klotzsche Pläne für eine neue Schwimmhalle im Dresdner Norden vorgestellt. „Wie soll es im Dresdner Nordwesten weitergehen?“, fragte Veit Böhm (CDU). Und Vincent Drews (SPD) sagte: „Eine neue Schwimmhalle muss her.“ Eine Lösung biete sich auf dem Grundstück an der Harkortstraße an.

Diese Lösung favorisiert auch Torsten Schulze (Bündnis 90/Die Grünen). Der Sportverein „Motor Mickten“ plane an der Harkortstraße einen Sportkomplex mit Schwimmbad. Die Verwaltung sollte diese Pläne unterstützen. Klemens Schneider, Ortsbeirat für die Grünen in der Neustadt, erwartet von der Verwaltung die Vorlage eines Bäderkonzeptes, das bei der Standortwahl die Bevölkerungsverteilung berücksichtigt. Ein Neubau in Klotzsche werde den Mangel in Pieschen und Neustadt nicht beheben.

Martin Schulte-Wissermann (Die Linke) meinte: „Ich würde mit kommunalem Geld Wasser ins Sachsenbad lassen.“ Auch Tilo Kießling (Die Linke) bekannte, er habe im Sachsenbad das Schwimmen gelernt und werde für einen Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes kämpfen.

„Wenn wir mit städtischem Geld das Sachsenbad sanieren, brauchen wir über eine Schwimmhalle für den Dresdner Nordwesten nicht mehr zu reden“, entgegnete Böhm den Forderungen, städtische Mittel zu investieren. Die Sanierung wird bis zu 24 Millionen Euro kosten. Fördermittel seien dafür nicht in Sicht.

Deshalb soll die Stadtverwaltung im Herbst auf der ImmobilienmesseExpoReal“ in München einen privaten Investor suchen, der das Sachsenbad kauft oder in Erbaupacht saniert. Das Gebäude soll per Konzeptausschreibung angeboten werden. Bei diesem Verfahren müssen Interessenten ein Nutzungskonzept vorlegen. Vorzugsvariante wäre die Einrichtung eines Gesundheitsbades im Sachsenbad.

„Nach 27 Jahren geht es mit dem Sachsenbad voran“, freute sich Kati Bischoffberger (Bündnis 90/Die Grünen). Der Stadtrat stimmte letztlich einstimmig den Plänen zu, das Grundstück per Konzeptausschreibung zu vergeben. Die Ergebnisse sollen auf einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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