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Nobelpreisträger spricht an TU Dresden über Geisterteilchen

Wissenschaft Nobelpreisträger spricht an TU Dresden über Geisterteilchen

Wie brennt die Sonne? Welche Eigenschaften haben Neutrinos, die sogenannten Geisterteilchen? Und was ist die dunkle Materie? Diesen Fragen und ähnlichen Fragen wird der kanadische Teilchenforscher Arthur McDonald auf den Grund gehen.

Arthur B. McDonald.

Quelle: Bengt Nyman - Own work via Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Dresden. Wie brennt die Sonne? Welche Eigenschaften haben Neutrinos, die sogenannten Geisterteilchen? Und was ist die dunkle Materie? Diesen und weiteren Fragen zum Verständnis unseres Universums wird der kanadische Teilchenforscher Arthur McDonald am 28. Juni ab 19 Uhr im Hörsaalzentrum der TU Dresden in einem öffentlichen Vortrag in englischer Sprache auf den Grund gehen. Arthur McDonald wurde im Jahr 2015 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Er teilt sich den Preis mit Takaaki Kajita aus Japan. Anmeldung zu der Veranstaltung unter https://tu-dresden.de/mn/nobel

Beiden Forschern war es unabhängig voneinander in groß angelegten Experimenten gelungen nachzuweisen, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Neutrinos sind, neben den Lichtteilchen (Photonen), die am häufigsten vorkommenden Teilchen im Universum. Pro Sekunde strömen viele Milliarden von ihnen ohne jede Wechselwirkung durch unseren Körper, weshalb sie auch oft als Geisterteilchen bezeichnet werden.

2001 konnten McDonald und sein Team am Sudbury Neutrino Observatory (SNO), einem zwei Kilometer unter der Erde in einer alten Nickelmine gelegenen Labor, nachweisen, dass einige Neutrinos, die von der Sonne auf die Erde kommen, auf dem langen Flug ihren eigenen Zustand oder, wie die Physiker es nennen, ihre Generation geändert haben. Dieses Phänomen wird als Neutrino-Oszillation bezeichnet.

Im Zuge der Experimente konnte zudem erstmals die zuvor theoretisch berechnete Gesamtzahl der in der Sonne durch Kernverschmelzung entstandenen Elektron-Neutrinos bestätigt werden.

Prof. Kai Zuber vom Institut für Kern- und Teilchenphysik der TU Dresden war Teil des SNO-Forscherteams und arbeitet derzeit auch am Nachfolgeexperiment SNO+ mit. Von ihm stammte die Idee, Arthur McDonald für die Reihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ einzuladen.

Besonders stolz ist er, dass McDonald auch zum Richtfest des Beschleunigerlabors im Felsenkeller Dresden anwesend sein wird. Hier hat sich für Prof. Zuber und seinen Kollegen Daniel Bemmerer vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ein Traum erfüllt. Genau wie Arthur McDonald in Kanada, wollen die beiden Forscher zukünftig auch in Dresden unter Tage neue Antworten auf die Fragen unseres Universums finden.

Von DNN

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