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Lokales Nicht erwünscht: AfD-Politiker Jens Maier aus Schauburg geworfen
Dresden Lokales Nicht erwünscht: AfD-Politiker Jens Maier aus Schauburg geworfen
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16:00 25.12.2018
Das Kino Schauburg auf der Königsbrücker Straße (Archivfoto) Quelle: Jochen Leimert
Dresden

Traditionell wird der Heiligabend in der Dresdner Schauburg schon am Morgen mit der Filmvorführung „Das Leben des Brian“ begonnen. Diese Veranstaltung organisiert der Rote Baum e.V. bereits seit vielen Jahren und mietet sich dafür in die Schauburg ein.

In diesem Jahr gab es jedoch unerwünschten Besuch: Wie zunächst die Sächsische Zeitung berichtete, kam auch AfD-Politiker Jens Maier mit seiner Partnerin am Montagmorgen in die Schauburg, um sich den Film anzusehen. Doch so weit kam es nicht. Nach Beschwerden anderer Gäste soll der Veranstalter den Politiker des Saales verwiesen haben.

Weitere Provokationen sollten verhindert werden

Der Rote Baum e.V. bestätigt den Vorfall und sieht darin eine gezielte Provokation Meiers. „Den Filmmorgen mit „Das Leben des Brian“ veranstalten wir seit vielen Jahren. Es ist keine öffentliche politische Diskussionsveranstaltung, vielmehr ein weihnachtliches Familientreffen“, sagt Organisator Alexander Bernstein, Mitarbeiter vom Roten Baum e.V. auf DNN-Nachfrage.

Da sich der Rote Baum e.V. mit Freunden, Mitgliedern und anderen Menschen, die die Ansichten des Vereins teilen, seit vielen Jahren zum gemeinsamen Filmgucken in der Schauburg treffen, habe man sich schließlich auch für den Rauswurf entschieden. „Es ist offensichtlich, dass Jens Maier und wir völlig unterschiedliche Einstellungen haben. Um weitere Provokationen zu verhindern, haben wir schließlich von unserem Hausrecht Gebrauch gemacht“, sagt Bernstein. Hätte man Meier nicht rausgeworfen, hätte er einen anderen Anlass gefunden, Stimmung gegen den Verein zu machen, ist sich Bernstein sicher.

Veranstalter vermuten Wahlkampfstrategie

Er vermutet dahinter eine Strategie, die für mehr Stimmen zur Landtagswahl 2019 sorgen soll. Ähnliche gezielte Provokationen der AfD gegen Vereine, die sich gegen Rechts engagieren, seien in weiteren Teilen Deutschlands schon länger zu beobachten.

Am Nachmittag des 24. Dezember veröffentlichte Jens Maier ein Statement zu dem Vorfall auf seinem Facebook-Profil. Dieses beendet er mit einem Ausblick auf die Landtagswahl 2019 und bezeichnet diese als „Schicksalswahl für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung“.

Von lml

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