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Lokales Neuvermietung in Dresden teurer als im Bundesschnitt
Dresden Lokales Neuvermietung in Dresden teurer als im Bundesschnitt
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17:23 09.09.2015
Ein Wohn- und Bürokomplex in Dresden. Quelle: Arno Burgi/Archiv
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Quartal 2013 ausgewertet wurden, waren Neuvermietungen mit durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter erstmals teurer als im Bundes- (6,26 Euro/m2) und im Landesdurchschnitt (5,08 Euro/m2). Für eine Großstadt sei dies aber nicht überraschend. Auch im Nordwesten Dresdens (Radebeul, Coswig u.a.) werden im Mittel 6,18 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Die durchschnittlichen Mieten der Wohnungsunternehmen und Genossenschaften in Dresden liegen laut Gutachten unterhalb der Bestandsmieten des gesamten Wohnungsmarktes. Die von der ehemaligen WOBA (heute Gagfah) geforderte Durchschnittsmiete (laut Geschäftsbericht 2012) von 4,81 Euro/m² ist nochmals etwas niedriger als die Durchschnittsmiete aller Wohnungsunternehmen der Stadt (4,88 Euro/m²).

Dresden schließt zu Hannover auf

Dresden gehöre damit nicht mehr zu den günstigsten Städten wie Essen (5,83 Euro/m2) und Duisburg (5,09 Euro/m2). Leipzig liegt bei 5,14 Euro pro Quadratmeter. Die Landeshauptstadt schließe zu Hannover (6,90 Euro/m2) und Bremen (6,71 Euro/m2) auf, liege aber immer noch deutlich hinter vergleichbaren Städten wie Nürnberg (7,71 Euro/m2) oder Wiesbaden (8,92 Euro/m2). München liege bei 13,50 Euro pro Quadratmeter. Die Differenz zwischen Neuvertragsmieten und Bestandsmieten ist in Dresden in den letzten Jahren auf über 20 Prozent gestiegen, landesweit liegt sie bei höchstens 10 Prozent.

Die Mietbelastung der Bestandsmieter (nettokalt) – sie gilt als wichtigste Kennziffer zur Bewertung der sozialen Lage der Mieterhaushalte – liegt in Sachsen im Mittel der Haushalte bei 18 Prozent und damit leicht niedriger als in Deutschland insgesamt (19 Prozent). Innerhalb Sachsens reicht die Spanne von 16 Prozent (Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, Landkreis Zwickau) bis 19 Prozent in Leipzig. In Dresden ist die Bestandsmietenbelastung dank der höheren Einkommen etwas niedriger. Bei Haushalten mit niedrigem Einkommen ist die Belastung naturgemäß am höchsten. Während der Leerstand in fast allen Kreisen Sachsens hoch ist, stehen einzig in Dresden heute nur noch 2,4 Prozent der Wohnungen leer, was die empirica-Experten „als gerade noch ausreichende Fluktuationsreserve“ ansehen.

Belastungsquote bei bis zu 25 Prozent

Aufgrund dieser Situation seien die Mieten seit 2004 landesweit praktisch nicht gestiegen. Der Anstieg von 4,78 Euro/m2 auf 5,08 Euro/m2 sei deutlich geringer als die Inflationsrate, die Preise stiegen in diesem Zeitraum um rund 16 Prozent. Real sind die Mieten damit um neun Prozent gefallen. Nur in Dresden sind die Neuvermietungen mit 22 Prozent deutlich teurer geworden als die allgemeinen Preise (plus 16 Prozent). Der Anstieg konzentriert sich auch hier vor allem auf die letzten Jahre – plus 16 Prozent seit 2009.

Laut Gutachten beträgt die Neuvertragsmietbelastung der Haushaltsnettoeinkommen in den meisten Regionen Sachsens rund 20 Prozent. In Dresden liege sie bei rund 25 Prozent. Auch hier schließt Dresden zu Städten wie Hannover auf, reicht aber derzeit noch nicht an Bremen, Nürnberg oder Wiesbaden heran. In München, der teuersten Stadt Deutschlands, liege die Neuvertragsmietbelastung bei 37 Prozent. Deutlich höhere Einkommen würden dort durch noch deutlich höhere Mieten entwertet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20. November 2014.

Ingolf Pleil

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