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Lokales Neustädter Feuerwache wird zentraler Rettungsstützpunkt
Dresden Lokales Neustädter Feuerwache wird zentraler Rettungsstützpunkt
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06:00 15.08.2017
Wird saniert: Die Feuerwache auf der Louisenstraße.  Quelle: Archiv
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Dresden

Das Martinshorn der Feuerwehrautos gehört zur Louisenstraße dazu. Jahrzehntelang rückten die Feuerwehren aus der Wache in der dicht besiedelten Äußeren Neustadt zu Einsätzen aus und beschallten die Umgebung. Das wird auch so bleiben: Zwar ist die Feuerwache in die Albertstadt in einen Neubau gezogen. Die Stadt will das Gebäude in der Louisenstraße aber weiter als Rettungswache nutzen und rechnet mit rund 4000 Einsätzen pro Jahr, die von der Neustadt aus starten. Heißt: Zehn bis zwölf mal am Tag wird ein akustisches Signal durch die Louisenstraße hallen.

Das Konzept von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) sieht vor, das Gebäude zum zentralen Rettungsstützpunkt auszubauen. Die dafür nicht genutzten Räume werden für den Brand- und Katastrophenschutz hergerichtet. „Wir bekennen uns zum Standort Äußere Neustadt“, so der Ordnungsbürgermeister, im März 2018 sollen die Umbauarbeiten beginnen.

3,05 Millionen Euro wird die Stadt in die Arbeiten investieren, die im Juli 2019 abgeschlossen werden sollen. Die Eröffnung des zentralen Rettungsstützpunkts ist für August 2019 geplant. Die Umbauarbeiten beschränken sich auf das Innere des Gebäudes, Fassade, Dach und Fenster wurden bereits zwischen 2003 und 2005 umfangreich saniert. Jetzt sollen die Einbauten entfernt werden, die von der Feuerwehr genutzt wurden – etwa die Rutschstangen von den Obergeschossen in die Fahrzeughalle im Erdgeschoss.

Zwölf Rettungsdienstfahrzeuge sollen in der Halle untergebracht werden. In die Notfallrettung werden zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug eingebunden. Damit die Fahrzeuge die Königsbrücker Straße zügig passieren können, soll die frühere Alarmschaltung für die Feuerwehr an der Ampel Louisenstraße/Königsbrücker Straße wieder reaktiviert werden.

Außerdem sollen 14 Krankentransportwagen in der Wache stationiert werden, die nach Sittels Berechnungen zu 17 000 Einsätzen pro Jahr ausrücken, natürlich ohne Sondersignal. Mit dem zentralen Stützpunkt kann die Stadt auf die Rettungswachen auf der Klingerstraße und der Industriestraße verzichten. Die Unterbringung in einem städtischen Gebäude spart Mietkosten in Höhe von 51 000 Euro pro Jahr, so Sittel.

Die erste Etage des Gebäudes soll komplett vom Rettungsdienst genutzt werden, auch in der zweiten Etage sind dafür Räume vorgesehen. Zusätzlich sind Schulungsräume für den Brand- und Katastrophenschutz geplant, in der auch Lagebesprechungen wie zur Bunten Republik Neustadt abgehalten werden können. In der dritten Etage sollen das Kriseninterventionsteam und die Medizinische Task Force unterkommen, die bei sogenannten Großschadenslagen zum Einsatz kommt.

Auch der Aufbau einer feuerwehr- und rettungsdiensthistorischen Sammlung ist in dem Gebäude geplant. Die Exponante sollen auf geschlossenen Führungen und Veranstaltungen präsentiert werden.

Die Rettungswache wurde zwischen 1913 und 1916 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Einziger Wermutstropfen: Eine denkmalgerechte Sanierung des Erlweinbaus ist wegen der vielfältigen Nutzungen in den vergangenen Jahrzehnten kaum zu leisten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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