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Neumarkt-Wächter kämpfen weiter gegen das „Moritzhaus“ der Nürnberger KIB in Dresden

Stadtentwicklung Neumarkt-Wächter kämpfen weiter gegen das „Moritzhaus“ der Nürnberger KIB in Dresden

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) macht Ernst: Die Neumarkt-Wächter lassen im Kampf gegen die Pläne der Nürnberger KIB-Gruppe für das „Moritzhaus“ am Neumarkt nicht locker.

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Das Moritzhaus, hier ein Planungsstand aus dem vergangenen Jahr, sorgt weiterhin für Streit.

Quelle: KIB/Redaktionsbüro Steinlein

Dresden. Der Streit geht weiter: Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) kämpft weiter gegen die Planungen der Nürnberger KIB-Gruppe für das „Moritzhaus“ am Neumarkt. „Der Bauträger KIB Nürnberg missachtet das Wiederaufbaukonzept und fügt damit dem Dresdner Neumarkt irreparablen Schaden zu“, erklärten die Neumarkt-Wächter in einer Pressemitteilung „an die Nürnberger Presse“.

Die Nürnberger KIB-Gruppe will für mehr als 20 Millionen Euro ein Gebäude mit vier Etagen und zwei Staffelgeschossen errichten. Büros, Einzelhandel und Wohnungen sollen darin Platz finden. Für Frühsommer 2018 ist die Fertigstellung geplant. Seit langem gibt es Streit über die konkreten Planungen. Der Neumarkt-Gesellschaft missfallen die Gestaltung des Daches sowie die fehlende Kleinteiligkeit, da vier statt der zulässigen drei Parzellen überbaut werden. Auch Stadträte von CDU, SPD, Grünen und Linken unterstützten die Kritik und forderten den Investor zu Umplanungen auf.

Die KIB, die schon lange über eine Baugenehmigung verfügt, inzwischen auch den Bau begonnen hat und inzwischen die Bodenplatte gießen lässt, lehnt Änderungen ab. Hintergrund dafür ist vor allem ein Rechtsstreit mit einem Grundstückseigentümer in der Nachbarschaft, in dessen Folge beispielsweise das Staffeldach ausgehandelt worden ist. Dabei ging es um die Verschattung des Nachbargebäudes. Aus diesem Grund hält sich die Bereitschaft zu Änderungen am Bau bei der KIB in ganz engen Grenzen. Auf einen Brief der Stadträte hin, stellte das Unternehmen in Aussicht über Dachbegrünung und Kunst am Bau nachzudenken.

Die Neumarkt-Gesellschaft hatte bereits in Aussicht gestellt, in ihrem Bestreben nicht nachlassen zu wollen. Dazu gehört die aktuelle Veröffentlichung. Dem Investor wird dringend empfohlen, seine Planungen zu überarbeiten oder das Grundstück zugunsten eines anderen Bauherrn, der für eine dem einzigartigen Charakter des Neumarkts entsprechende Planung steht, zu verkaufen. Das Unternehmen reagierte am Montagnachmittag gelassen und verwies auf alles schon bisher Gesagte.

Von Ingolf Pleil

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