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Neumarkt-Wächter fordern Offenlegung der Jury-Mitglieder für Wettbewerb zum Königsufer

Stadtentwicklung Neumarkt-Wächter fordern Offenlegung der Jury-Mitglieder für Wettbewerb zum Königsufer

Der Wettbewerb um die Entwicklung des Königsufers sorgt schon für Aufregung, da hat er noch gar nicht begonnen: Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden fordert jetzt von der Stadt die Offenlegung der Jury-Mitglieder.

Vorschläge der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) für die Bebauung des Königsufers in Dresden
 

Quelle: GHND e.V./Arte4D

Dresden.  Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) fordert mehr Offenheit von der Stadt in der Debatte um die künftige Entwicklung am Königsufer. „Die GHND erwartet ein zügiges Offenlegen der Wettbewerbsbedingungen und der Namen der Jury-Teilnehmer durch den Baubürgermeister“, hieß es in einer Erklärung am Wochenende. Schon jetzt sei ein Schatten über die Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb um das Königsufer gefallen, erklärte die Gesellschaft.

Sie begrüße das Wettbewerbsverfahren und die Bürgerbeteiligung zum Königsufer. Immer wieder habe sie daher gefordert, im Vorfeld von Entscheidungen die Wettbewerbsbedingungen und die Jury-Teilnehmer offenzulegen. Die Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag habe jedoch gezeigt, dass es schon Beschlüsse gebe. In der Sitzung hatte Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken, erklärt, er habe bei der Sichtung der Unterlagen festgestellt, dass die Aufgabenstellung für den Wettbewerb teils abweichend von der aktuellen Beschlusslage des Stadtrats formuliert worden sei. Mit den Stimmen von CDU, Linken, AfD und FDP hatte der Stadtrat daraufhin Oberbürgermeister Dirk Hilbert aufgefordert, bis zum 15. November ein Konzept für die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Jurybesetzung, die Termine und die Aufgabenstellung zur Beschlussfassung vorlegen muss. SPD und Grüne warnten vor der Verzögerung des gesamten Verfahrens. Am 9. November soll es bereits eine Bürgerwerkstatt geben.

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Königsufer und Neustädter Markt – auf diesen exponierten Flächen ist noch eine städtebauliche Entwicklung möglich. Über das Wie sollen sich Architekten Gedanken machen. Die Bürger dürfen aber ein gehöriges Wörtchen bei der Gestaltung mitreden.

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Ganz anders sehen das die Neumarkt-Wächter: Laut GHND hat der Stadtrat mit seinem Vorgehen dagegen „entstehenden Schaden von der Stadt Dresden abgewendet“. Eine Pseudo-Bürgerbeteiligung wäre kein Gewinn, sondern ein weiterer Vertrauensverlust in die Politik.

Von I.P.

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