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Neumarkt-Gesellschaft begrüßt Initiative der Dresdner Stadträte zum „Moritzhaus“

Stadtentwicklung Neumarkt-Gesellschaft begrüßt Initiative der Dresdner Stadträte zum „Moritzhaus“

Die Gesellschaft Historischen Neumarkt Dresden (GHND) begrüßt die Initiative verschiedener Stadträte zur Umgestaltung des geplanten „Moritzhauses“ neben dem Kulturpalast. Vorstand Torsten Kulke bot gegenüber DNN dem Investor Gesprächsbereitschaft an.

So soll das sogenannte „Moritzhaus“ aussehen. Links befinden sich das Köhlersche Haus und die Schütz-Residenz
 

Quelle: KIB/Redaktionsbüro Steinlein

Dresden. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) begrüßt die Initiative verschiedener Stadträte zur Umgestaltung des geplanten „Moritzhauses“ neben dem Kulturpalast. Vorstand Torsten Kulke bot gegenüber DNN dem Investor Gesprächsbereitschaft an.

Wie berichtet, haben Stadträte von CDU, SPD, Linken und Grünen in einem gemeinsamen Schreiben an den Investor appelliert, die aktuellen Pläne für das Gebäude an der Frauenstraße neben dem Kulturpalast nochmals zu überarbeiten. Die Nürnberger KIB-Gruppe will für mehr als 20 Millionen Euro ein Gebäude mit vier Etagen und zwei Staffelgeschossen errichten. Büros, Einzelhandelsflächen und Wohnungen sollen darin Platz finden.

In ihrem Schreiben wünschen sich die Stadträte anstelle des Staffelgeschosses an der Seite zur Schütz-Residenz ein Satteldach. Das geplante Flachdach, mit dem die Kritiker sich nur mühsam abfinden, sollte zumindest nicht für Technikaufbauten genutzt und möglichst durch Begrünung beispielsweise ansehnlicher gestaltet werden – vor allem für den Blick auf das gesamte Neumarkt-Ensemble beispielsweise von der Frauenkirche aus. Auch die Fassadengestaltung sollte an verschiedenen Stellen noch der Bedeutung des Gebäudes als Auftakt für das Neumarktareal angepasst werden. Die Stadträte reagieren mit dem ausgehandelten Kompromiss vor allem auf die deutliche Kritik, die auch aus der Dresdner Bürgerschaft kommt.

Die KIB hat jedoch bereits eine Baugenehmigung und will im Frühjahr die Bagger anrollen lassen. Es wird deshalb allgemein kaum noch eine große Veränderungsbereitschaft erwartet. Eine Anfrage blieb jetzt kurz vor Weihnachten zunächst unbeantwortet.

„Ich kenne zwar den genauen Text der Initiative noch nicht, aber die Stadträte versprachen auf der Bürgerversammlung am 17. November einen Offenen Brief an die KIB zu schreiben. Dies ist von unserer Seite nicht zu bemängeln, sondern zu begrüßen“, erklärte der Vorstand der Neumarkt-Gesellschaft Torsten Kulke auf DNN-Anfrage. Jede Initiative die zu einer Änderung des Daches und des Staffelgeschosses führen könnte, sei zu begrüßen. Die KIB hatte zwar ihre Teilnahme an der Veranstaltung im November abgesagt und dies mit den scharfen Kritik der Neumarkt-Wächter begründet, Kulke machte dem Nürnberger Unternehmen dennoch ein Angebot zum Dialog: „Wenn der Investor es möchte, stehen wir für Gespräche natürlich bereit.“

Von Ingolf Pleil

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