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Lokales Neues Wohnquartier in Strehlen
Dresden Lokales Neues Wohnquartier in Strehlen
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08:34 05.06.2018
So stellt sich das Büro NHzwo die Bebauung an der Reicker Straße vor. Es ist eines von sechs Teilnehmern am Werkstattverfahren für das Wohnquartier. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
Dresden

Die Tage des ehemaligen Straßenbauamtes an der Reicker Straße in Strehlen sind gezählt. 2015 zogen die Mitarbeiter der bereits in Landesamt für Straßenbau und Verkehr umbenannten Behörde in die Stauffenbergallee. Seitdem steht das schmucklose Bürogebäude an der Reicker Straße 51/Hagedornplatz leer. Der Dresdner Bauträger castello immobilien & vermögen AG hat Großes mit dem einen Hektar großen Grundstück vor: Es soll ein modernes Wohnareal mit ungefähr 140 Wohnungen entstehen.

Sechs Architekturbüros beteiligen sich

„Wir stellen uns eine zeitgemäße Wohnbebauung in Strehlen vor, die sowohl den Wünschen der künftigen Bewohner als auch den Anforderungen an einen Innovationsstandort gerecht wird“, erklärte Florain Brand, Vertriebsvorstand des Bauträgers. Die Architektur des Quartiers soll in einem Werkstattverfahren entwickelt werden, das kurz vor dem Abschluss steht.

„Das Areal soll sich harmonisch in die angrenzende Wohnbebauung einfügen und gleichzeitig einen Übergang zum Wissenschaftsstandort Dresden-Ost darstellen“, erklärte Kathrin Steuer, Architektin der castello. Das Grundstück habe eine entscheidende Schlüsselrolle inne, da es die spätere Bebauung in diesem Gebiet stark beeinflussen werde.

An dem Werkstattverfahren beteiligen sich sechs Architekturbüros aus Dresden und aus Wien. Die Jury mit Vertretern der Landeshauptstadt, des Stadtrats sowie den Architekturprofessoren Langner von Hatzfeldt und Matthias Höhne kann aus sechs sehr unterschiedlichen Entwürfen auswählen.

Das ehemalige Sächsische Straßenbauamt an der Reicker Straße in der Nähe des Otto-Dix-Centers soll abgerissen werden. Quelle: castello

Erste Arbeiten an dem Grundstück seien für Ende des Jahres geplant, kündigte die Architektin an. „Ob wir diesen Zeitplan so einhalten können, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn wir weitere Gespräche mit der Stadt führen und ein Entwurf konkretisiert wird.“

In den Wohngebäuden sollen Zwei- bis Fünfraum-Wohnungen entstehen, erklärte Cornelia Türke von castello. „Wir streben eine gute Mischung bei den künftigen Bewohnern an.“ Familien sollen ebenso in den Neubauten wohnen wie Senioren und Singles. Es soll aber auch möglich sein, einzelne Wohnungen zu erweitern, wenn dafür Bedarf besteht. In den Erdgeschossbereichen zur Reicker Straße hin seien Gewerbeeinheiten geplant.

Zeitplan für die Brücke: Stadtratsbeschluss plus sieben Jahre

In unmittelbarer Nähe zum dem neuen Wohnquartier plant die Landeshauptstadt den Wissenschaftsstandort Ost mit der Ansiedlung neuer Forschungseinrichtungen und innovativer Unternehmen. Dabei soll das 100 Hektar große Gebiet auch verkehrstechnisch aufgewertet werden: Die Stadt plant eine Verlängerung der Liebstädter Straße zur Reicker Straße und eine Anbindung der Liebstädter Straße an die Tiergartenstraße, die gegenwärtig noch am Betriebshof Gruna der Dresdner Verkehrsbetriebe endet.

Die Kosten für den Straßen- und Brückenbau betragen nach gegenwärtigem Stand rund 20 Millionen Euro. Da die Eisenbahngleise überquert werden müssen, ist ein großer zeitlicher Vorlauf erforderlich. Nach einem Stadtratsbeschluss werde es mindestens sieben Jahre bis zum Baubeginn einer Eisenbahnüberführung dauern, heißt es aus dem Rathaus. Unter anderem muss ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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