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Lokales Neues Stück Elberadweg wird in Kaditz auf 970 Metern gebaut
Dresden Lokales Neues Stück Elberadweg wird in Kaditz auf 970 Metern gebaut
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15:26 25.01.2018
Der neue Abschnitt des Elberadwegs beginnt unter der Autobahnbrücke und führt dann am Deich entlang nach Kaditz. Dort verläuft derzeit nur ein holpriger Trampelpfad. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Lücke im rechtselbischen Elberadweg im Dresdner Westen wird kleiner. Wie die Landesdirektion Sachsen (LDS) mitteilt, gibt es einen Planfeststellungsbeschluss für den Neubau eines 970 Meter langen Abschnitts zwischen der Autobahnbrücke und Altkaditz. Auf dessen Grundlage kann die Landeshauptstadt nun den Bau der Strecke vorbereiten. Zuvor muss der Plan jedoch noch zu jedermanns Einsicht ausgelegt werden.

Der neue, drei Meter breite Asphaltstreifen beginnt unterhalb der Autobahnbrücke über die Elbe. Die Trasse verläuft ab dort entlang des bestehenden Elbdeiches parallel zum Fluss bis zur Kaditzer Flutrinne, die gequert wird. Knapp 120 Meter vor dem Bauende knickt der Geh- und Radweg nach Nordosten ab und schließt an die Deichüberfahrt der Hochwasserschutzanlage Pieschen-Altkaditz an, die dann weiter zum Ortskern Altkaditz führt. Von dort besteht Anbindung an den schon ausgebauten Elberadweg in Richtung Radebeul. Weiterer Bestandteil der Planung ist die etwa 280 Meter lange Anbindung des Elberadweges an den Geh- und Radweg auf der Autobahnbrücke.

Der Ausbau bedeutet vor allem für Radler gute Nachrichten. Bisher müssen sie entweder einen Umweg über Hauptverkehrsstraße nehmen oder über für Fahrräder eigentlich nicht geeignete Trampelwege holpern. Alternativ können sie auch die Elbseite wechseln: linkselbisch ist der Elberadweg von Dresden nach Meißen nahezu durchgängig. Wer es eilig hat, dürfte auch weiter so verfahren, fehlt doch trotz des nun geplanten Ausbaus rechtselbisch zwischen Altmickten und der Autobahnbrücke in Kaditz noch ein gehöriges Stück Elberadweg. Der neue Radweg steht auch Spaziergängern und Wanderern offen.

Das Vorhaben bedurfte eines aufwendigen Planfeststellungsbeschlusses, weil im Naturschutzgebiet gebaut wird. Entsprechend sind auch Maßnahmen vorgeschrieben, die den Eingriff in Natur und Landschaft ausgleichen sollen. Dazu gehören unter anderem die Aussaat von heimischem Wiesensaatgut auf den Anpassungsstreifen und Banketten des Radweges sowie der Rückbau des Wirtschaftsweges neben der Ausbautrasse auf einer Fläche von 812 Quadratmetern. Dort soll anschließend die standorttypische Frischwiese gedeihen.

Der Ausgleich erfolgt auch an anderen Stellen in Dresden: So wird die Kuksche unterhalb der Pillnitzer Landstraße bis zur Mündung in den Helfenberger Bach in Niederpoyritz offengelegt. Auch die teilweise Entsieglung des wilden Parkplatzes unter der Marienbrücke, den die Stadt im vergangenen Jahr zu einem regulären, kostenpflichtigen Parkplatz umgebaut hat, gehört zu den Ausgleichsmaßnahmen.

Von uh

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