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Neues Rathaus soll 2025 fertig sein

Dresden plant den Ferdinandplatz Neues Rathaus soll 2025 fertig sein

Dresden soll einen Ferdinandplatz zurückerhalten, der diesen Namen verdient. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) will auf der Freifläche neben dem Karstadt bis 2025 ein Verwaltungszentrum errichten. Noch in diesem Jahr soll das Verfahren für einen Bebauungsplan beginnen.

Parkplatz zum Bebauen: Der Ferdinandplatz soll wieder seinen Namen verdienen.
 

Quelle: Jürgen-M. Schulter

Dresden.  Auf den als Parkplatz genutzten Freiflächen neben dem Karstadt-Warenhaus soll bis 2025 ein Verwaltungszentrum für 1700 Mitarbeiter der Kernverwaltung entstehen. Diesen Zeitplan nannte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) auf einer Bürgerversammlung im Stadtmuseum. Noch in diesem Jahr will er das Bebauungsplanverfahren für die Freifläche einleiten und es im vierten Quartal 2018 abschließen.

Die Planungs- und Bauleistungen für das neue Technische und Sozialrathaus mit einer Nutzfläche von 60 000 Quadratmetern will Schmidt-Lamontain mit einem Verfahren des Wettbewerblichen Dialogs vergeben. Dabei gibt der Bauherr einen Festpreis vor und handelt mit den Bietern – Planungsbüros und Bauunternehmen – die Leistungen aus, die er für das Geld erhält. Prominentestes Beispiel für den Wettbewerblichen Dialog ist das Kraftwerk Mitte, das vom Baukonzern Ed. Züblin AG termingerecht und im vereinbarten finanziellen Rahmen fertiggestellt wurde.

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Die Verwaltung hat fünf Monate lang mit sieben Architekturbüros nach städtebaulichen Ideen für den Ferdinandplatz gesucht und interessante Entwürfe erhalten.

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Schmidt-Lamontain wies darauf hin, dass es sich gegenwärtig nur um Überlegungen der Verwaltung handelt. „Wir haben bisher weder ein Budget für den Neubau noch einen Stadtratsbeschluss zu Planungsdetails oder Vergabeverfahren.“ Er erkenne aber einen Konsens beim Ziel, die über das gesamte Stadtgebiet in Mietobjekten verstreute Verwaltung in einem Neubau im Zentrum unterzubringen.

Neben dem Verwaltungsneubau soll die Fläche auch einen Abschluss für das quasi unvollendet gebliebene Karstadt-Gebäude erhalten. In dem Riegel, der sich an das Kaufhaus anschließt, sind im Erdgeschoss Geschäfte und gastromonische Einrichtungen und in den darüberliegenden Etagen Wohnungen geplant. Die Gesamtwohnfläche soll rund 22 000 Quadratmeter betragen.

„Wir wollen die architektonische Qualität der Altstadt über die Straße herüberbringen“, erklärte Dirk Peters, Direktor des holländischen Büros Barcode Architects, sein städtebauliches Konzept. Die Architekten aus Rotterdam hatten das Wettbewerbsverfahren zum städtebaulichen Konzept für die Freifläche gewonnen. „Wir wollen Dresden einen neuen Wert, eine neue Identität verleihen“, kündigte der Direktor an. Dafür habe man bewusst eine Dreiecksform gewählt: Die Neubauten würden das Dreieck ebenso zitieren wie der neu entstehende Ferdinandplatz, der eine hohe Aufenthaltsqualität haben soll.

Für ihren Entwurf haben sich Peters und seine Kollegen mit dem alten Dresden auseinandergesetzt und die Grenzen der Flurstücke aufgebrochen. Dadurch entsteht eine verlängerte Ferdinandstraße als direkter Durchgang über den Dr.-Külz-Ring zur Schulgasse. Die Sichtachse zum Rathausturm wird betont, gleichzeitig soll der Verwaltungsneubau am Georgplatz einen Turm erhalten. Höhe und Breite dieser Erhöhung stehen noch nicht fest, betonte Peters und nahm auch den Einwand zur Kenntnis, dass die historische Stadtsilhouette nicht gestört werden dürfe. Er sei offen für Bürgerbeteiligung auch bei der Diskussion über die Fassaden, bekannte der Architekt.

Der Architekt Jürg Sulzer, Mitglied der Wettbewerbsjury, lobte den Entwurf der Holländer als mutig. Es biete sich die einmalige Chance, dem Georgplatz eine Fassung zu verleihen. Für einen umfassenderen städtebaulichen Entwurf würde es einer Neugestaltung der St. Petersburger Straße bedürfen. „Wir bekommen ja immer gesagt, dass diese Straße die Lebensader der Stadt ist. Aber es wäre schön, wenn sie zu einer Stadtstraße gestaltet würde und keine Autobahn bliebe“, erklärte der Architekt unter dem Beifall der zahlreichen Besucher.

Er müsse zwischen Realität und Vision vermitteln, bekannte Schmidt-Lamontain. „Ich brauche den Verwaltungsneubau schnell.“ Während für die Umgestaltung der St. Petersburger Straße auf absehbare Zeit kein Geld vorhanden sei.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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