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Neues Kompostwerk mit Blockheizkraftwerk in Dresden-Klotzsche eingeweiht

Biogas Neues Kompostwerk mit Blockheizkraftwerk in Dresden-Klotzsche eingeweiht

24 000 Tonnen Bioabfall fallen in Dresdner Haushalten jährlich an. Jetzt wird der Abfall nicht mehr aufs Land gefahren, sondern bleibt in Dresden. Denn in Klotzsche wurde ein Kompostwerk mit Biogasanlage errichtet. Das lässt unappetitliche Gerüche befürchten, der Betreiber aber beruhigt.

Die neue Anlage in der Außenansicht. Rechts das Blockheizkraftwerk.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. 24.000 Tonnen Bioabfall fallen in den Dresdner Haushalten jährlich an. Tendenz steigend. 2016 wurde der Inhalt der Biotonnen in die Biogasanlage nach Zwönitz gefahren bzw. in Kompostierungsanlagen in Brischkow, Dresden und Radibor gebracht. Jetzt bleibt der Bioabfall generell in Dresden. Das spart nicht nur Fahrtkosten und schont die Umwelt. „Wir haben uns vorgenommen, aus dem Inhalt der Biotonnen noch mehr Energie rauszuholen“, so Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Grüne). Das soll mit dem neuen Kompostwerk mit Biogasanlage in Dresden-Klotzsche Wirklichkeit werden.

24 000 Tonnen Bioabfall fallen in Dresdner Haushalten jährlich an. Jetzt wird der Abfall nicht mehr aufs Land gefahren, sondern bleibt in Dresden. Denn in Klotzsche wurde ein Kompostwerk mit Biogasanlage errichtet.

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Am Dienstag wurde die Zehn-Millionen-Euro-Investition eingeweiht. Das Werk entstand in acht Monaten auf einem drei Hektar großen Gelände der ehemaligen Flugzeugteilelagerhalle an der Straße Zur Wetterwarte. Durch Vergärung der Bioabfälle wird dort jetzt Biogas erzeugt. Aus dem entstehen mittels Blockheizkraftwerk „ca. 3,8 Millionen Kilowattstunden Strom und ca. 4,5 Mio. Kilowattstunden Wärme. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 1 300 Haushalten“, rechnet Jähnigen vor. Und dass „bei vollständiger Nutzung von Strom und Wärme rund 3 374 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr vermieden werden“ könnten.

Der Strom wird ins Netz gespeist, die Wärme vor Ort für den Verarbeitungsprozess genutzt. Die Gärreste reifen nach der „Impfung“ mit Rohkompost 15 bis 16 Tage. „Der Kompost wird dann verladen und zum Nachreifen, Absieben und Aufbereiten in unser Kompostwerk in Brischkow gefahren“, erläutert André Höhne. Er ist dort Geschäftsführer sowie Abfallbeauftragter der O. Edwin Vockert OHG, die seit 2012 von der Stadt mit der Verwertung des Dresdner Bioabfalls beauftragt ist. Aus dem Prozedere folgt, dass vor Ort an der Wetterwarte niemand mit dem Hänger kommen kann, um Kompost zu holen. Auch Bioabfälle von privat werden hier nicht angenommen.

Denn eines soll bei dem in der Stadt neu gebauten Kompostwerk mit Biogasanlage auf jeden Fall vermieden werden: übler Geruch. „Man wird hier nichts riechen“, versichert Sebastian Böhme. Er ist Projektleiter der für die Anlage verantwortlichen Kompotec GmbH, die zur ostwestfälischen Eggersmann-Gruppe gehört. Das familiengeführte Unternehmen mit vielen national und international tätigen Firmen hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen Bau und Recyclingtechnologie, verfügt auch in Sachen Kompostierung und Biogasgewinnung nach eigenen Angaben über ein umfangreiches Know-how. Mit ihrer neuen Anlage in Dresden-Klotzsche, die die Kompotec auch betreibt, sei technologisch in Sachen Geruchsminimierung das Potenzial ausgeschöpft worden.

Und wie? Es gebe auf dem Gelände keine Außenlagerflächen für stinkende Abfälle oder Kompostprodukte, in den Anlagen und Hallen herrsche Unterdruck. „Ein- und ausfahrende Fahrzeuge passieren eine Schleuse mit Luftwandanlage, damit keine üblen Gerüche nach außen dringen. Sowohl die Entladung der Lieferfahrzeuge als auch die Rohkompostverladung erfolgen in geschlossenen Hallen“, zählt Sebastian Böhme weiter auf. Zudem werden die Luft aus der Anlage abgesaugt und einer Abluftbehandlungsanlage zugeführt, die aus einem sauren Wäscher und zwei Biofiltereinheiten bestehe. 

Von Catrin Steinbach

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