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Lokales Neues Hochwassersimulationsmodell für die Elbe in Dresden
Dresden Lokales Neues Hochwassersimulationsmodell für die Elbe in Dresden
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12:20 07.04.2016
2013 stand das Wasser in Pieschen höher als erwartet. Daher wurde nun eine neue Prognose errechnet.   Quelle: Stadt Dresden
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Dresden

 Die Stadt Dresden bietet Bürgern und Investoren ab sofort neue Hochwasserdaten für die Elbe. Die neuen Prognosen stammen vom Freistaat, der sie Anfang Februar an die Stadt übergeben hatte. Die Neuberechnung war nötig geworden, nachdem das Hochwasser von 2013 von den vorher berechneten Daten abwich. So stand die Elbe in Pieschen um bis zu 50 Zentimeter höher als zuvor prognostiziert.

Nach den Angaben der Stadt waren die Wasserstände in der Leipziger Vorstadt beim Hochwasser 2013 höher als bei der Flut 2002 und im Prognose-Modell des Freistaats von 2008.

„Mit den Ergebnissen der Neumodellierung kann zudem die Anpassung des festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Elbe zügig vorbereitet werden“, informiert Christian Korndörfer, Leiter des Umweltamtes. Das wird aber noch kein endgültiges Werk sein. „2017 soll die Deichlinie Stetzsch/Gohlis fertig werden. Danach wird auch das Überschwemmungsgebiet für diese Stadtteile angepasst“, ergänzt Korndörfer.

Das vergangene Jahr zwang die Dampfer und Frachtschiffe auf der Elbe zu vielen Fahrpausen. Niedrigwasser machte Fahrten oft unmöglich. Jetzt führ die Elbe mehr Wasser als im Jahresdurchschnitt. Doch der Schnee im Riesengebirge ist weg. Die Hydrologen in der Hochwaserzentrale wagen keine langfristige Prognose. Sie raten: Abwarten!

Wie Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) mitteilte, sollen die Hochwasserdaten so schnell wie möglich auch im Themenstadtplan online abgebildet werden. Die Dresdner können dann mit wenigen Klicks sehen, wie sich ein 50-jähriges und ein 100-jährigs Hochwasser auf Dresden auswirken würde.

Von sl

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