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Lokales Neues Dach aus Edelstahl für die Synagoge
Dresden Lokales Neues Dach aus Edelstahl für die Synagoge
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12:00 28.06.2018
Es tröpfelt durch die Decke der Neuen Synagoge in Dresden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Seit Jahren schon ist immer wieder, wenn es regnete, Wasser von oben in die 17 Jahre alte Neue Synagoge in der Inneren Altstadt durchgesickert. Nun haben Handwerker ein Gerüst am Gotteshaus aufgestellt und begonnen, das Dach zu erneuern.

Die Fläche auf dem 24 Meter hohen, in sich Richtung Osten gedrehten Kubus aus Betonformsteinen ist bislang mit Bitumen – einem Kunststoff – belegt, erklärt die Verwaltungsleiterin Bronislava Litvac sagt. „Dies wird jetzt durch Edelstahlblech ersetzt“, fügt sie hinzu. Das soll der Witterung auf längere Dauer widerstehen. Außerdem verschließen die Handwerker alle undichten Stellen.

In einer ersten Etappe werden sie bis Mitte August arbeiten. Im September unterbrechen sie ihre Arbeit, weil in dieser Zeit mehrere wichtige jüdische Feiertage liegen, zum Beispiel Rosch Haschana, Jom Kippur und Sukkot, das Laubhüttenfest.

Bis spätestens 8. November soll alles fertig sein. Am Tag darauf, dem 9. November, wird an die Zerstörung der Alten Synagoge vor 80 Jahren erinnert. Diese war von 1838 bis 1840 nach Plänen von Gottfried Semper (1803-1879) errichtet worden. An diesen Vorgängerbau erinnert seit der vergangenen Woche eine Gedenktafel.

Suche nach neuem Rabbiner läuft

Hin und wieder muss die Baustelle für kurze Zeit gesperrt werden. Ihre Gottesdienste jedoch kann die Gemeinde feiern. Zur Höhe der Baukosten machte die Verwaltungsleiterin keine Angaben. Den größten Anteil daran finanziert der Freistaat Sachsen, den zweitgrößten die Gemeinde selbst. Außerdem beteiligen sich an der Finanzierung der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Stadt Dresden.

Errichtet worden war die Neue Synagoge in drei Jahren bis 2001 nach Plänen der Architekten Wandel, Hoefer, Lorch + Hirsch (Saarbrücken / Frankfurt a. M.). Über einen langgestreckten Hof ist sie verbunden mit dem Gemeindehaus. Die Synagoge ist Kultstätte für die Gottesdienste der rund 720 Mitglieder umfassenden Gemeinde. Der größte Teil von ihnen kam nach 1990 aus Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Dresden.

Noch bis August ist Alexander Nachama Rabbiner der Gemeinde. Nach fast sechs Jahren geht der 34-Jährige Anfang September nach Erfurt, wo er Landesrabbiner für Thüringen wird. Die Gemeinde sucht deshalb nun einen Nachfolger.

Von Tomas Gärtner

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