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Lokales Neuer Simulator soll junge Ärzte auf Operationen vorbereiten
Dresden Lokales Neuer Simulator soll junge Ärzte auf Operationen vorbereiten
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20:33 09.09.2015
Assistenzärztin Johanna Kirchberg - hier mit Prof. Dr. Jürgen Weitz (M.) und Dr. Christoph Reißfelder - demonstriert am OP-Simulator, wie man einen Blinddarm entfernt. Quelle: Ralf U. Heinrich

Einen neuen OP-Simulator stellte gestern die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums vor. Angehende Chirurgen sollen zunächst am Simulator üben, bevor sie Patienten operieren. "Erste Studien zeigen, dass nach Vorbereitung an diesem Gerät weniger Fehler im OP passieren und die Performance der jungen Kollegen sich verbessert", erklärt Klinikdirektor Jürgen Weitz die Anschaffung. 150 000 Euro hat der Simulator gekostet, er ist der erste seiner Art in den neuen Bundesländern.

Angehende Chirurgen trainieren an dem Gerät die sogenannte "Schlüsselloch-Chirurgie" (Laparoskopie). Bei dieser schonenden OP-Technik führt der Operateur seine Instrumente durch kleine Körperöffnungen über Hülsen in den Bauch ein. So vermeidet er große Schnitte und Narben und minimiert Blutverluste. Sein eigenes Handeln sieht der Chirurg dabei nur zweidimensional auf dem Bildschirm. Das können die Assistenzärzte am Simulator üben, ohne dabei Patienten zu gefährden. Das Training beginnt mit dem Sortieren von Bauklötzen und reicht bis hin zu Simulationen von Gallenblasenentfernungen.

Verletzt man in der Simulation Gewebe, tritt auf dem Bildschirm Blut aus, die Instrumente signalisieren spürbaren Widerstand. Die Ärzte sind begeistert von der authentischen Handhabung des Geräts. "Das laparoskopische Nähen fällt mir noch schwer", sagt Assistenzärztin Kirchberg. "Am Simulator kann ich diesen Schritt beliebig oft wiederholen und gezielt meine Schwächen verbessern." In einer Grafik kann sie sich ihre Fortschritte ansehen. Bevor es den Simulator gab, wurden die Operationen an einfachen Geräten oder mit Eingriffen an Schweinen geübt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2014

Miriam Kruse

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