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Lokales Neuer Dresdner Bischof Heiner Koch spricht sich für weitere Missbrauchsaufarbeitung aus
Dresden Lokales Neuer Dresdner Bischof Heiner Koch spricht sich für weitere Missbrauchsaufarbeitung aus
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23:27 09.09.2015
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„Ohne wissenschaftliche Partner geht es nicht wegen des anderen Blickwinkels“, sagte der 58-Jährige am Mittwoch bei einem Besuch in der Elbestadt. „Es ist wichtig, dass Menschen von außen, Fachleute, die einen geschulten Blick haben, auf etwas aufmerksam machen. Wie will man sonst etwas lernen.“ Intern gebe es ja schnell eine ungewollte und sehr klare Blindheit, was nichts mit Böswilligkeit oder Nicht-Sehen-Wollen zu tun habe.

Vor zwei Wochen war die katholische Kirche bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in die Kritik geraten, weil sie eine wissenschaftliche Studie des Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer gestoppt hatte. Er warf der Kirche Zensur und Aktenvernichtung vor, die Kirche wies die Vorwürfe zurück.

„Der Eindruck, dass wir als Kirche nicht klar Position beziehen mit allen Konsequenzen und Schmerz, dass der Eindruck entsteht, da soll etwas banalisiert und vertuscht werden, ist verheerend“, sagte Koch, der derzeit Weihbischof von Köln ist. Und das weniger für Medien oder Öffentlichkeit, sondern vor allen Dingen um der Menschen willen, die da viel Leid erfahren hätten. „Inhaltlich darf es kein Zweifel sein, dass wir an diesem Thema, der Vergangenheit und auch den Fragen, was es für die Zukunft bedeutet, dranbleiben müssen.“ Zum Dialog, zum Miteinander im ehrlichen Gespräch, zum Hören aufeinander und auf Gott gebe es keine Alternative. „Wir können nicht einfach danach so weiterleben wie vorher.“

dpa

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