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Neuer Besucherrekord im Dresdner Zoo

Inventur Neuer Besucherrekord im Dresdner Zoo

Es gibt zwar weniger Tiere, aber dafür mehr Besucher im Zoo Dresden. 55 000 Menschen mehr als noch 2016 bestaunten im vergangenen Jahr die tierische Vielfalt. Außerdem freut sich der Zoo über Neuzugänge und Zuchterfolge.

Tag der Wahrheit: Tamandua-Nachwuchs Zora brachte stolze fünf Kilogramm auf die Waage.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Ein bisschen aufgeregt war die kleine Zora schon, als Tierpfleger Olaf Lohnitz das junge Tamandua-Weibchen zum Wiegen aus dem Gehege holt. Kein Wunder: Kaum war sie da, blitzten die Kameras wie verrückt. Aber auf dem Arm des Revierleiters wurde die Kleine schnell mutiger und kletterte über den Rücken runter auf das Geländer im Prof.-Brandes-Haus. Am 6. Juli hat sie im Dresdner Zoo das Licht der Welt erblickt und bringt nun schon fünf Kilo auf die Waage. Bei ihrer ersten Gewichtskontrolle zehn Tage nach der Geburt waren es gerade einmal 480 Gramm. Nicht nur optisch ist Zora eine niedliche Sensation, es ist gleichzeitig auch der erste Zuchterfolg dieser Art im Dresdner Zoo.

Gewogen wurde Zora nicht ohne Grund, denn derzeit ist im Zoo Inventur angesagt. Nach derzeitigem Stand sind insgesamt etwa 1 320 Tiere in den acht Revieren zu Hause. Die Vögel sind mit 82 Arten und 424 Tieren am stärksten vertreten, gefolgt von Säugern mit 64 Arten und 371 Tieren. Den Schluss bilden die Amphibien, davon gibt es im Dresdner Zoo zehn verschiedene Arten und 51 Tiere. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ergab die neue Zählung 16 Arten und 200 Tiere weniger. Grund dafür ist die Stallpflicht während der Vogelgrippe 2017. Dadurch musste der Zoo einen Großteil der Enten- und Gänsevögel abgeben.

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Traditionell zum Jahresende werden im Zoo Dresden die Tiere gezählt, wie beispielsweise die Dschungelnymphen. Außerdem wurde der Tamandua-Nachwuchs „Zora“ und die acht Wochen alte Burenziege „Zara“ gewogen.

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Auch wenn es weniger Tiere sind, konnten sich die Tierpfleger über neue Schützlinge freuen: sieben Humboldt-Pinguine und ein Zweifingerfaultiermännchen für Dame Marlies. Die Pinguine wecken mit nun sechs potenziellen Paaren die Hoffnung auf Zuchterfolg. Und wenn die Zweifingerfaultiere ihre Eingewöhnungsphase hinter sich gebracht haben, gibt es vielleicht auch von dort bald freudige Nachrichten. Aber Faultiere haben es ja bekanntlich nicht so eilig. Ganz neue Gesichter gibt es im Säugetierbereich zu entdecken. Dort sind Etruskerspitzmäuse und Burenziegen eingezogen. Bei den Vögeln können sich die Besucher auf Diademhäher und den Kahlkopfrappen freuen. Außerdem wurde das Terrarium mit Australienkrokodilen bereichert.

Die Burenziegen sind zwar noch ganz neu in der Landeshauptstadt, konnten dennoch bereits im November den ersten Nachwuchs präsentieren. Ziegendame Zara kam am Montagmorgen ebenfalls auf die Waage. Mit rund 14 Kilogramm sieht das Ziegenmädchen nicht mehr wie ein Nachwuchstier aus: „Sie wachsen sehr schnell“, begründet Josefine Bruse, Revierleiterin des Huftierbereichs, das Gewicht. Zara sorge für ordentlich Action auf der Anlage, erzählt die Revierleiterin.

Tierpfleger Olaf Lohnitz präsentierte außerdem noch die von Besuchern immer wieder gern gesehenen, malayischen Dschungelnymphen. Vier Männchen, klein und braun, teilen sich das Terrarium mit vier großen und grasgrünen Weibchen. Bis zu 40 Gramm können die recht großen Insekten auf die Waage bringen und sind damit eine der schwersten Arten in diesem Bereich.

Leider musste sich der Dresdner Zoo im vergangenen Jahr auch von einigen Tieren verabschieden. Am 29. November lag Mönchsgeier Guste plötzlich tot im Gehege, sie wurde stolze 36 Jahre alt. Das Geparden-Brüderpaar Rashid und Ramzes musste altersbedingt eingeschläfert werden, wie der Zoo begründet. Derzeit werde nach neuen Geparden Ausschau gehalten.

All diese Entwicklungen haben sich so viele Besucher hautnah angesehen, dass der Zoo einen neuen Rekord seit 2014 verbuchen konnte. Die Besucherzahl für das vergangene Jahr verzeichnet mit 851 544 Menschen einen Anstieg um sieben Prozent.

In diesem Frühjahr sollen die Elefanten, Mandrills und Nacktmulle das komplett umgestaltete Afrikahaus beziehen. Wenn die Interimshalle zurückgebaut worden ist, wird dann auch die Außenanlage der Elefanten erweitert. Pünktlich zur Sommersaison will dann auch das neu gestaltete Pinguin Café die ersten Besucher begrüßen. Außerdem will der Zoo mit dem lang geplanten Bau des Warmhauses für die Aldabra-Riesenschildkröten beginnen und das Antilopenhaus sanieren. Eine weitere schöne Nachricht hatte der Zoo zum Abschluss auch noch zu berichten. Am 5. Januar wurde der erste Nachwuchs des neuen Jahres geboren: ein Vikunja-Weibchen, welches auf den Namen Alegra hört.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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