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Lokales Neuer Anstrich für die Festung Dresden
Dresden Lokales Neuer Anstrich für die Festung Dresden
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15:14 19.01.2017
Während der Umbauarbeiten in der Festung Dresden werden alle Infotafeln durch moderne Videoinstellationen ersetzt. Quelle: Maraike Mirau
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Dresden

Passend zum Jahresbeginn werden unterhalb der Brühlschen Terassen  die Bau- und Umbauarbeiten in den Dresdner Kasematten fortgesetzt. Obwohl die Festung der älteste original erhaltene Teil Dresdens ist, blieb der Bau aus dem 16. Jahrhundert von Besuchern häufig unentdeckt.

Unter dem Motto „Feste. Dramen. Katastrophen. – so nah wie nie.“ soll mithilfe von Videoinstallationen und musikalischer Untermalung das eingestaubte Image der Festung Dresden wieder aufpoliert werden. Laut Christian Striefler, dem Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH, eignen sich die Kasematten auf Grund ihrer Architektur nicht als  „normales“ Museum zur Ausstellung von Exponaten. Vielmehr sollen die in den Mauern verborgenen Geschichten für den Besucher greifbar gemacht werden. Durch Licht, Klang, Gerüche, virtuelle Akteure, Filmszenen und Musik sollen die Besucher die Möglichkeit haben, die Ausstellung mit allen Sinnen zu erleben.

Im Fokus der ersten Bau – und Umbaumaßnahmen steht vor allem die Beseitigung der Hochwasserschäden und der Schutz vor erneutem Hochwasser. Über der Festung soll zu diesem Zweck ein Technikkubus mit zwei Stockwerken entstehen, im unteren Teil sanitäre Anlagen und im Oberen Räume für die Veranstaltungstechnik. Laut Ludwig Coulin, dem Leiter des Sächsischen Bau- und Immobilienmanagements in Dresden (SIB), werden rund 2,2 Millionen Euro für den ersten Umbau notwendig sein. Bei dem ab August dieses Jahres geplanten Innenausbau wird vor allem auf die Barrierefreiheit großen Wert gelegt. Die Niveauunterschiede in den Gängen der Festung sollen ausgeglichen werden, am Ein- und Ausgang der Kasematten ist ein Treppenlift geplant und auch der Zugang zur Festung soll deutlich sichtbarer werden.

Rund zwei Jahre werden die Umbauarbeiten in der Festung insgesamt dauern. Die Brühlschen Terrassen sind laut der Organisatoren nur bis zum Sommer von den Störungen durch die Bauarbeiten betroffen. Voraussichtlich im November 2018 wird die Festung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Besucher erwartet dann, für einen Eintrittspreis von zehn Euro, ein rund ein Kilometer langer Rundgang durch die multimediale Ausstellung. Größere Veranstaltungen und Führungen werden durch die technischen Installationen in Zukunft jedoch nur noch begrenzt möglich sein.  

Maraike Mirau

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