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Lokales Neue Warnstreiks: Städtische Kitas sind am Donnerstag wieder geschlossen
Dresden Lokales Neue Warnstreiks: Städtische Kitas sind am Donnerstag wieder geschlossen
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23:40 09.09.2015
Quelle: Franziska Schmieder

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen erneut zum ganztägigen Warnstreik in den kommunalen Kindereinrichtungen auf. Auf Kitas freier Träger bezieht sich der Streikaufruf nicht.

Die Gewerkschaften informieren am Dienstag die Eltern über den Streikaufruf. Die Stadt sei davon bereits in Kenntnis gesetzt worden, erklärte Antje Drescher von Verdi am Montag gegenüber den DNN. Die Stadt müsse entscheiden, wie sie mit dem Streikaufruf verfährt. Ein ähnliches Vorgehen wie beim Streik vor Ostern ist vorstellbar.

Der Kita-Streik am 2. April in Bildern:

Hintergrund sind Tarifverhandlungen über eine grundsätzliche Aufwertung der Erziehungsberufe. Die Gewerkschaften fordern eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die bundesweit rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen.

Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient, die Anforderungen seien in den letzten Jahren erheblich gestiegen, die Eingruppierungen orientierten sich aber immer noch an der Situation von vor mehr als 20 Jahren. Indirekt würden von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern profitieren, hieß es bei Verdi. In den 160 städtischen Kitas in Dresden arbeiten rund 2500 Beschäftigte.

Am 2. April hatte es eine erste Warnstreikrunde gegeben. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich in Dresden 1000 Beschäftigte, die Stadt sprach von 800 Beteiligten. In zehn Kitas hatte die Stadt eine Notbetreuung angeboten, etwa die Hälfte aller Einrichtungen waren teilweise oder komplett geöffnet. Damals handelte es sich jedoch um Gründonnerstag vor dem Osterwochenende. Zudem waren Ferien in Sachsen. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele Eltern an diesem Tag nicht auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen waren. Am 16. April könnte das anders sein. Wie die Stadt damit umgehen wird, blieb gestern zunächst offen.

Mit den Streiks wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde am 9. April in Düsseldorf sei ohne Ergebnis geblieben. Die nächste Runde steht am 16. April in Hannover auf dem Programm. „Es hat sich an unserem Forderungskatalog nichts geändert und leider auch nichts an der starren Haltung der Arbeitgeber“, sagte Verdi-Vertreterin Drescher.

Sie kündigte an, dass am Donnerstag zahlreiche Kollegen aus den Dresdner Kitas nach Hannover reisen werden, um ihren Forderungen am Verhandlungsort Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaften hoffen auf eine möglichst hohe Beteiligung der Mitarbeiter aus den Einrichtungen in der Landeshauptstadt.

Ingolf Pleil

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