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Lokales Neue Umkleidekabinen im Dresdner Ostragehege werden erst im Januar fertig
Dresden Lokales Neue Umkleidekabinen im Dresdner Ostragehege werden erst im Januar fertig
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17:41 09.09.2015
Die Sportler im Ostra-Park müssen sich gedulden. Die neuen Umkleideräume werden nicht wie geplant im Oktober, sondern erst im Frühjahr fertig. Quelle: Dietrich Flechtner

Nun müssen die Sportler des Sportpark "Ostra" doch noch drei Monate länger auf ihre neuen Umkleidekabinen warten. Der Bau des Funktionsgebäudes am Heinz-Steyer-Stadion wird nicht wie geplant Ende Oktober sondern erst im Januar abgeschlossen sein. Das räumte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage ein. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten könne das Gebäude direkt bezogen werden. Erst nach Vorliegen aller Schlussrechnungen sei es jedoch möglich, die tatsächlichen Kosten zu beziffern.

Auf zwei Etagen stehen in dem neuen Gebäude dann 13 Umkleide-Kabinen mit Sanitärräumen zur Verfügung. Außerdem gibt es ein Geschäftszimmer, Toiletten für Damen und Herren und eine Schiedsrichter-Umkleidekabine mit Dusche. Ein Teil der Räume sowie ein Trainerzimmer werden von der Nachwuchsabteilung der SG Dynamo langfristig gemietet. "Die bisher von der Dynamo-Nachwuchsabteilung gemieteten Räume inklusive Trainerzimmer in der Energieverbund-Arena werden damit frei", sagte Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Alle anderen Kabinen stünden als normale Wechselkabinen für die Vereine des Ostra-Parks zur Verfügung. Bei Sportfesten und Veranstaltungen seien die Räume öffentlich. Der Bau neuer Umkleidekabinen ist nötig geworden, weil im Sportpark immer mehr Menschen trainieren. Zudem werden durch den geplanten Abriss der baufälligen Nordtribüne im Heinz-Steyer-Stadion die dortigen Räume wegfallen. In der neuen Nordtribüne sind nach Angaben der Stadt künftig keine Umkleiden für Sportler mehr vorgesehen.

Der Sportstättenbetrieb erhofft sich mit dem neuen Gebäude viele Verbesserungen. "Die angespannte Belegungssituation wird sich deutlich bessern", erklärte Lehmann. Diese sei vor allem bei großen Wettkämpfen von Kindern und Jugendlichen am Wochenenden bisher kaum zu beherrschen gewesen. Der Sportbürgermeister setzt auf eine bessere Auslastung der Außenanlagen. "Bisher konnten vereinzelt Sportflächen teilweise für Sportler nicht freigegeben werden, da die Umkleide-Kapazitäten fehlten." Zudem würden mit den neuen Kabinen Raumkapazitäten in der Energieverbund-Arena frei, die verstärkt den Hallen-Sportlern zur Verfügung stehen. "Doppelbelegungen von Umkleiden können künftig deutlich reduziert werden", sagte Lehmann.

Sind die Sportler in das neue Gebäude eingezogen, rollt der Abrissbagger in das historische Stadion. Ihm fällt die marode Holztribüne zum Opfer. "Derzeit wird die Ausschreibung für den Abriss erarbeitet", sagte Lehmann. Der Bau der neuen Tribüne sei nach dem Abriss im kommenden Jahr geplant. Anschließend soll eine neue Sitzplatz-Tribüne gebaut und auch die Steintribüne auf der Südseite erneuert sowie umgestaltet werden. Der Innenbereich und die Kurven werden ebenfalls saniert. "Der genaue Ablauf wird noch in Abhängigkeit von Fördermöglichkeiten und zur Verfügung stehenden Finanzierungsmitteln geprüft und festgelegt", sagte Sportbürgermeister Lehmann. Die Haushaltsplanung für den Eigenbetrieb Sportstätten würde im nächsten Betriebsausschuss den Stadträten vorgestellt. Erst danach könne er Details zu Finanzierung bekannt geben.

Gleichzeitig bestätigt die Stadt Gerüchte, dass die Besucherzahl des Casinos laut Brandschutzkonzept auf 188 Personen begrenzt ist. Der jeweilige Mieter - in diesem Fall der Verein "Dresden Monarchs" - hätte dafür Sorge zu tragen, dass die Besucherkapazität nicht überschritten wird.

Das Heinz-Steyer-Stadion verfällt seit Jahren. Ein Großteil der Anlagen, die noch aus dem Jahr 1928 stammen, sind marode. Statt 65 000 fasst das Areal derzeit nur etwa 4500 Besucher. Die Tartanbahn ist verschlissen, die Kurven sind gesperrt, auf ihnen wächst Unkraut, die Entwässerung müsste erneuert werden. Im Jahr 2002 hinterließ die Elbeflut-Katastrophe schwere Schäden, die Pläne für den Umbau zum WM-tauglichen Stadion scheiterten. Insofern ist die geplante Sanierung - auch wenn die Finanzierung noch nicht steht - ein großer Hoffnungsschimmer für junge und alte Dresdner Sportler.

Katrin Tominski

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