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Neue Treppenhäuser für die Kreuzkirche: Gemeinde sucht nach Paten für die Sanierung

Neue Treppenhäuser für die Kreuzkirche: Gemeinde sucht nach Paten für die Sanierung

Die Innensanierung der evangelischen Kreuzkirche geht weiter. Diesmal sind die drei Treppenhäuser dran. Begonnen werden soll Ende April 2014 mit Aufgang F links vom Haupteingang, wie Christian Behr, Superintendent von Dresden Mitte, gestern auf einer Pressekonferenz sagte.

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Diese Stufen müssen erneuert werden. 500 Euro kostet das pro Stufe für sogenannte Stufenpaten.

Quelle: Andor Schlegel

Fertig sein soll dieses erste Treppenhaus vor dem Reformationsfest Ende Oktober 2014. Bis 2016 folgen die nächsten beiden Treppenhäuser B und D, jedes Jahr eines.

Die Arbeiten sollen immer in jenen Monaten laufen, wo es weniger Konzerte und Vespern gibt. "Deshalb sind keine größeren Einschränkungen für Besucher zu erwarten", versichert Christian Behr. Ganz ohne wird es dennoch nicht gehen. "Weil ein Auf- und Abgang gesperrt ist, werden wir aus Sicherheitsgründen die Emporen nicht ganz füllen können."

Nach Abschluss wird es einige Veränderungen geben. Kasse und Turmaufgang, jetzt hinter Tür B rechts vom Haupteingang gelegen, kommen auf die andere Seite, links hinter Tür F. "Rechts in der Schütz-Kapelle wird es damit ruhiger", so Behr. Und die linke Tür sei dem Altmarkt etwas näher - für Touristen schneller zu sehen. Die Sanierung ist nötig, weil die Gemeinde Auflagen bei Sicherheit und Brandschutz erfüllen muss.

Die Arbeiten werden relativ teuer. Behr rechnet mit Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro. Etwa so viel, wie für den Bau von vier Einfamilienhäusern nötig ist. Allzu viel Fördermittel von der Denkmalpflege könne die Gemeinde nicht erwarten, sagt Behr. Obwohl in den Treppenhäusern alles wieder hergestellt werden soll, was an Jugendstildekorationen der beiden Architekten Rudolf Schilling und Julius Gräbner den Bombenangriff vom Februar 1945 überstanden hat. Etwa die Hälfte des Geldes werde die Gemeinde selbst aufbringen müssen, sagt der Superintendent. Den Rest die sächsische Landeskirche.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Förderverein um erste Spenden gebeten, wie dessen Vorstandsmitglied, der CDU-Landtagsabgeordnete Lars Rohwer berichtete. Mehr als 12000 Euro seien zusammengekommen. "Das hat uns Mut gemacht." Jetzt wirbt der Verein unter dem Slogan "Dem Himmel entgegen" für Stufenpatenschaften. Die gibt es für jede der 365 Stufen gegen 500 Euro, wie Rohwer erläutert. Jeden der kleineren Treppenabsätze können Spender mit 2500 Euro finanzieren, den größeren mit 5000 Euro. Da könne man auch zusammenlegen - eine Familie oder maximal fünf Personen für eine Stufe. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt.

Superintendent Behr hat es gestern vorgeführt. Er und seine Frau erwarben symbolisch die unterste und die oberste der 93 Stufen des ersten Treppenhauses. Die Dresdner Niederlassung der Heizungsfirma Cofely wurde erster Pate eines kleinen Treppenabsatzes.

Niederlassungsleiter Volker Otto übergab einen Scheck für 2500 Euro. Die Firma sorgt seit vier Jahren für genau dosierte Wärme und Frischluft in der Kirche. Wer möchte, könne ein Schild mit seinem Namen an der gespendeten Stufe anbringen lassen, erläuterte Rohwer.

Die Treppenhäuser bekommen neue Farbe, neue Fenster, Heizungsanlagen und Toiletten. Tragende Teile werden repariert, alle Einbauten aus Holz, auch die Türen instandgesetzt.

Teuer ist das deswegen, weil die Treppenhäuser relativ groß sind. Aus gutem Grund, wie Christian Behr erläutert: "Von den insgesamt rund 3200 Sitzplätzen befinden sich mehr als die Hälfte auf den Emporen." Diese Masse an Menschen müsse über die Treppenhäuser hin und wieder hinaus gelangen. "Es sind die Flucht- und Rettungswege. Die müssen dem neuesten Stand entsprechen."

Die Kreuzkirche zählt zu den drei größten Sakralbauten der Innenstadt.

Ein Vorgängerbau stand bereits um 1200 an dieser Stelle. In ihrer heutigen Gestalt ist sie 1895 nach Plänen von Baurat Emil Scherz im neuklassizistischen Stil erbaut worden. Im Inneren wurde sie 1900 nach einem Brand neu im Jugendstil ausgestaltet. Nach der Zerstörung 1945 wurde sie bis 1955 wieder aufgebaut. Dabei erhielt sie den charakteristischen Rauhputz.

@www.kreuzkirche-dresden.de/Gemeinde/Treppenhäuser

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2013

Gärtner, Tomas

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