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Lokales Neue Südtribüne für das Steyer-Stadion
Dresden Lokales Neue Südtribüne für das Steyer-Stadion
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15:24 28.06.2018
Bis 2024 möchte die Stadt für 37 Millionen Euro ein Multifunktionsgebäude im Heinz-Steyer-Stadion errichten. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Eine neue Nordtribüne mit 1865 überdachten Sitzplätzen hat das nostalgischen Charme ausstrahlende, aber nicht mehr zeitgemäße Heinz-Steyer-Stadion schon bekommen. In den nächsten Jahren soll die 1919 erbaute Arena – einst größtes Stadion der Stadt – auch eine neue Südtribüne erhalten. Einen Baukörper, der jedoch weitaus mehr ist als nur eine Ansammlung überdachter Zuschauerränge, die künftig 2750 Besuchern Platz bieten sollen.

Multifunktionsgebäude für 37 Millionen Euro

Bis 2024 möchte die Stadt für 37 Millionen Euro ein Multifunktionsgebäude errichten, das auf vier Etagen Sport-, Büro- und Tagungsräume, Sportflächen und Umkleidekabinen sowie sanitäre Anlagen und Technikräume umfasst. Eingeschlossen ist eine neue Fechthalle, die die alte hinter dem Stadion ersetzen soll.

Sportbürgermeister Peter Lames stellte die Ausbaupläne am Donnerstag gemeinsam mit Ralf Gabriel, dem Leiter des Eigenbetriebes Sportstätten, und Markus Kluge, Abteilungsleiter Stadtentwicklung/Stadtsanierung der Stesad GmbH, vor. Ziel des Vorhabens ist es, das Sport- und Freizeitzentrum im Ostragehege an seinem Eingangstor deutlich aufzuwerten.

„Ein noch zu schleifender Edelstein“

Das innerstädtische Gelände an der Pieschener Allee sei „ein noch zu schleifender Edelstein“, meinte Lames, der jetzt über eine langfristige Entwicklungsstudie verfügt, die noch weit mehr Ideen beinhaltet als nur die Modernisierung des Stadions.

Die Stadtverwaltung stellte am Donnerstag ihre Pläne für den Ausbau der größtenteils maroden Arena vor.

Doch die ist derzeit vordringlich, deswegen ist die neue, etwa 100 Meter lange und 12 bis 14 Meter hohe Südtribüne auch das Herzstück der nächsten Ausbaustufe für das Ostragehege, mittels der das in weiten Teilen marode Oval deutlich attraktiver für Besucher und Sportler werden soll. Derzeit dürfen nur noch 3500 Zuschauer in die Arena – und selbst die dafür gültige Betriebsgenehmigung läuft in drei Jahren aus.

Umbau könnte 2021 beginnen

Wenn der Stadtrat dem Vorhaben der Verwaltung zustimmt, dann kann der Umbau nach derzeitigen Planungen 2021 beginnen. Unklar ist noch, wie lange der Innenbereich des Stadions für die Bauarbeiten gesperrt werden muss. Die Planer hoffen, dass beispielsweise der Spielbetrieb der Dresden Monarchs maximal ein Jahr während der dreijährigen Bauzeit in eine andere Sportstätte verlegt werden muss.

Während der Bauphase sollen die von Unkraut überwucherten Ränge in der Ost- und Westkurve zurückgebaut und begrünt werden. Die Kapazität der Anlage soll mit Nord- und Südtribüne auf 4615 Plätze steigen. Für den Fall, dass Dresden mal wieder eine Deutsche Meisterschaft in der Leichtathletik ausrichten darf, plant die Stadt den Aufbau mobiler Tribünen in der West- und Ostkurve.

10 150 Plätze sollen entstehen

Dank angedachter 3975 Plätze in der Westkurve und 1560 Sitzen auf Stahlrohrtribünen links und rechts des Marathontores käme das Steyer-Stadion dann auf ein Fassungsvermögen von 10 150 Plätzen. Genug, um die Anforderungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes zu erfüllen. Zwar schreibe der derzeit noch mehr Plätze für nationale Titelkämpfe vor, doch die lange nicht überarbeiteten Regularien würden gerade an das seit Jahren rückläufige Interesse an der Leichtathletik angepasst, versichert Ralf Gabriel, Leiter des Eigenbetriebes Sportstätten.

Profitieren werden vom Bau der neuen Südtribüne aber nicht nur Leichtathleten, Fechter und Footballer. Sie soll auch Heimstatt für die DSC-Kicker, den Citylaufverein Dresden, den Post SV Dresden, den 1. FFC Fortuna Dresden, die FSV Lokomotive, den Internationale Sachsen-Tour des Radrennsports e.V. sowie verschiedene Gymnastikgruppen werden. Der Stadtverband Fußball und der Olympiastützpunkt Dresden sollen ebenfalls Nutzungsrechte an Räumlichkeiten erhalten. Herausgeputzt werden soll auch der Vorplatz zur Ballsport-Arena. Er soll noch besser für Veranstaltungen wie Public Viewing nutzbar gemacht werden.

Mehr Parkplätze

Geplant ist unter anderem, einen Info-Pavillon für Marketingzwecke zu errichten, wo es einmal Karten für diverse Veranstaltungen im Stadion und der Ballsport-Arena zu kaufen geben soll. An der Magdeburger Straße möchten die Planer die alleinige Einfahrt für Autos und Busse einrichten. Dafür und für mehr Parkplätze würden Flächen des ehemaligen Eisstadions und des alten Fechtergebäudes umgewandelt, heißt es.

Sollte die Stadt das Areal später noch weiter ausbauen wollen, könnte zur Magdeburger Straße auch eine Tiefgarage entstehen, die per Tunnel mit der Südtribüne des Stadions verbunden ist. Über dem unterirdischen Parkhaus könne man eine weitere überdachte Eisfläche errichten, die im Sommer im abgetauten Zustand den Rollkunstläufern eine Trainingsstätte bietet.

Fördermittel möglich

Deren alte Heimat hinter der DSC-Trainingshalle könnten dann die DSC-Fußballer übernehmen. Doch all das ist wirklich noch reine Zukunftsmusik genau wie eine angedachte neue Turnhalle im Norden der Osttribüne, die die alte und zur Schließung verdammte Halle in Klotzsche ersetzen könnte.

Ehe diese Träume reifen, fasst die Verwaltung jetzt aber erst einmal den Neubau der Südtribüne ins Auge. Die Baukosten in Höhe 37 Millionen habe man in den Haushaltsplan bis 2023 eingestellt, versichert der Sportbürgermeister. Natürlich bemühe man sich auch um Fördermittel: „Selbstverständlich werden wir beim Freistaat antreten“, versprach Lames. Bisher seien Förder-Millionen nicht eingeplant, aber das Land stehe den Plänen aufgeschlossen gegenüber. „Da sind wir sehr zuversichtlich“, so Lames.

Von Jochen Leimert

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