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Lokales Neue Panne beim Dresdner E-Bus-Projekt
Dresden Lokales Neue Panne beim Dresdner E-Bus-Projekt
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11:28 09.09.2016
Nachdem der Bus am vergangenen Freitag nach reichlich vier Monaten Pause erstmals wieder zwischen Mickten und Übigau im Einsatz war, stoppte ihn gestern eine neue Panne. Quelle: Flechtner (Archiv)

Die unendliche Geschichte hatte gerade ihr Ende gefunden. Robert Roch war schon des Lobes voll über den Elektrobus der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). „Was anderswo nicht funktioniert, läuft bei uns perfekt“, freute er sich Anfang der Woche über die Laufleistung des „Stromers“, der von der polnischen Firma Solaris stammt. „Die Übigauer werden ihn viel sehen.“

Das Glück währte aber nicht mehr als sechs Tage lang. Nachdem der Bus am vergangenen Freitag nach reichlich vier Monaten Pause erstmals wieder zwischen Mickten und Übigau im Einsatz war, stoppte ihn gestern eine neue Panne. Ursache noch unklar, Dauer der neuen Zwangspause ebenso, meldeten die Verkehrsbetriebe.

Kurz zuvor hatte Robert Roch, der Centerleiter für die DVB-Kfz-Sparte, noch davon berichtet, wie gut der Bus auch anderswo ankommt. „Wir hatten ihn schon in Zwickau und in Cottbus“, berichtete er von Werbe- und Testeinsätzen außerhalb von Dresden. „Und wenn Kollegen aus dem Bereich des Verkehrsverbundes Oberelbe Interesse haben, dann gibts da auch kein Vertun“, stellte Roch klar, dass das DVB-Fahrzeug weiter für Probeeinsätze zur Verfügung steht. Auch die Sächsische Energieagentur (SAENA) rechnet fest mit dem E-Bus. Sie will ihn bei einer Mobilitätsfachtagung am 15. April in Dresden zeigen.

Das hätte gut gepasst, nachdem gerade alle Komponenten wieder einwandfrei funktionierten. Sorge hatte den DVB-Verantwortlichen zuletzt die Ladestation am Dreyßigplatz in Mickten gemacht. Sie funktionierte nicht und musste repariert werden. Das dauerte und war die Ursache für die mehrmonatige Fahrpause, die im Einsatzgebiet des „Stromers“ bereits zu Fragen geführt hatte. Dazu kam noch, dass den DVB wichtige Unterlagen fehlten. Roch: „Nach einem Jahr Betrieb gingen einige Risiken auf uns über, da braucht man verschiedene technische Dokumentation.“ Thema war die Wirkungsweise der Sicherheitsanlagen in der Ladestation in Mickten. Diese Erklärungen verfasst nun ein hiesiges Ingenieurbüro im Auftrag von „Solaris“. Damit waren für Roch alle Fragen geklärt und der Bus konnte wieder fahren. „Wenn man davon ausgeht, was wir erwartet haben, können wir zufrieden sein mit dem, was wir bekommen haben“, umschreibt der Centerchef die Zuverlässigkeit des Elektrobusses samt aller dazugehörenden Systeme. „Gemessen an anderen Projekten ist das mit das erfolgreichste in Europa“, ist er überzeugt. Allerdings hat er das gesagt, bevor der Bus jetzt wieder kaputt gegangen ist. Die Micktener und die Übigauer müssen damit vorerst weiter mit einem Dieselbus fahren. Auf den entscheidenden Vorteil des E-Busses, die Flüsterfahrt mit Elektrokraft, müssen sie weiter verzichten.

Von Christoph springer

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