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Neue Mensa öffnet 2020 wieder ihre Pforten

Denkmalgeschützter Bau in Dresden wird umfangreich saniert Neue Mensa öffnet 2020 wieder ihre Pforten

Im Oktober 2014 musste die Neue Mensa ihre Pforten schließen. Nach einem kurzen Intermezzo als Flüchtlingsunterkunft steht das Gebäude seit Mitte 2016 wieder leer. Aber die Planungen für die Sanierung laufen, 2020 soll wieder Leben einziehen in das unter Denkmalschutz stehende Gebäude.

Die Neue Mensa im Jahr 2002.
 

Quelle: TU Dresden

Dresden.  Die Neue Mensa an der Bergstraße soll 2020 wieder ihre Pforten öffnen. Das teilte die Sprecherin des Studentenwerks Dresden, Dr. Heike Müller, auf Anfrage der DNN mit. Aus baulicher Sicht seien die Einbauten wieder abgerissen worden, die für die Nutzung des Gebäudes als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber angebracht worden waren. „Das Gebäude liegt bald wieder im Verantwortungsbereich des Studentenwerks Dresden“, erklärte Müller. Die Ausführungsplanung für die Sanierung werde bereits weiter fortgeschrieben.

Mitte dieses Jahres sollen die ersten vorgezogenen Bauarbeiten an der Neuen Mensa beginnen. Der Baubeginn für den Rohbau der umfangreichen Sanierung sei für Frühjahr 2018 geplant. Rund zwei Jahre würden die Bauarbeiter in dem Bauwerk der Ostmoderne an der Bergstraße das Sagen haben. Das Bau-Gesamtbudget liegt laut der Sprecherin bei 23,3 Millionen Euro. Vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst habe das Studentenwerk bereits zwei Fördermittelbescheide erhalten: In Höhe von 500.000 Euro im vergangenen Jahr und von 9,8 Millionen für 2017. Für die Sanierung werde das Studentenwerk auch eigene Mittel einsetzen. In welcher Höhe, könne jetzt noch nicht beurteilt werden.

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Zuläufe zum Kaltwasserrohr.

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Das Studentenwerk hat den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement mit der Planung und Ausführung der Bauarbeiten beauftragt. Im Sommer 2013 war bekannt geworden, dass die Neue Mensa wegen der maroden Bausubstanz schließen muss. Im Oktober 2014 wurden in dem Gebäude die letzten Portionen ausgegeben. Zunächst wurdewegen der schweren Schäden an der Gebäudesubstanz über einen Abriss diskutiert. Wissenschaftler und Denkmalpfleger aus ganz Deutschland setzten sich jedoch erfolgreich für den Erhalt und die Sanierung ein. Das Bauwerk steht bereits seit 2008 unter Denkmalschutz.

Die Verpflegung der Studenten übernimmt seit der Schließung das „Zeltschlösschen“ an der Nürnberger Straße, das aber laut Müller in der hochfrequentierten Zeit an seiner Kapazitätsgrenze angelangt ist. Das Interimsbauwerk verfügt über 700 Plätze, 2800 Essensportionen können pro Tag ausgegeben werden.

Im Zuge der Flüchtlingskrise wurde die Neue Mensa 2015 vom Freistaat Sachsen als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. Bis Mitte 2016 waren Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht. Das verzögerte den Start der Sanierungsarbeiten in der Neuen Mensa, die zwischen 1974 und 1978 errichtet wurde und eine Kapazität von mehr als 1000 Plätzen hatte. Bis zu 4500 Mittagessen konnten ausgegeben werden. Laut Müller soll sich nach der Sanierung nichts am Nutzungskonzept des Gebäudes als Mensa und Cafeteria ändern.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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