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Lokales Hochwasser in Dresden: Neue Karte zeigte flutbedrohte Gebiete
Dresden Lokales Hochwasser in Dresden: Neue Karte zeigte flutbedrohte Gebiete
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13:36 27.03.2019
Diese Karte zeigt die möglicherweise unter Wasser stehende Fläche bei einem Pegel der Elbe von 10,50 Meter, wie er bei einem HQ 500, also einem 500-jährlichen Hochwasser, eintreten könnte. Quelle: Themenstadtplan
Dresden

Neue Karten für Flutgefahren in Dresden: Die potenziellen Überschwemmungsgebiete der Elbe im Stadtgebiet sind neu modelliert und aktualisiert worden.

Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Sie stehen ab sofort online im Themenstadtplan zur Verfügung. Unter stadtplan.dresden.de wird die Ausdehnung potenzieller Überschwemmungsgebiete der Elbe bei Wasserständen von 400 bis 1050 Zentimetern in 50-Zentimeter-Schritten sowie für Hochwasser mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 20 bis 500 Jahren dargestellt.

Dresdner Augustusbrücke als Referenz

Referenzpunkt ist der Pegel an der Dresdner Augustusbrücke. Ergänzende Informationen zur Neumodellierung sind im Erläuterungstext enthalten, der ebenfalls im Themenstadtplan eingesehen werden kann.

Die Darstellung ist gut zu finden im Themen-Menü über Umwelt und Hochwasser. Dort lassen sich dann die Überschwemmungsgebiete für die entsprechenden Wasserstände der Elbe auf der Karte einblenden. Ebenfalls zu finden sind dort unter der Rubrik „festgesetzte Überschwemmungsgebiete und überschwemmungsgefährdete Gebiete“ die von Überflutung bedrohten Gebiete bei einem Hochwasser mit der statistischen Wahrscheinlichkeit einer Wiederkehr aller 100 Jahre. Bei der Elbe gilt dies für den Pegel von 9,24 Meter. In den ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten gelten bestimmte baurechtliche Einschränkungen.

Persönliche Betroffenheit erkennbar

Anlass für die Neumodellierung waren Unterschiede zwischen bisherigen Modellergebnissen und dem tatsächlichen Hochwasser im Juni 2013. Bislang lagen nur die Ergebnisse für das Hochwasser im Juni 2013 und das hundertjährliche Hochwasser (HQ100) vor.

„Mit Hilfe der neuen Modellierungsergebnisse können die Dresdnerinnen und Dresdner die persönliche Betroffenheit bei einem Elbe-Hochwasser besser abschätzen und so entsprechende Vorkehrungen treffen“, erklärt Umweltamtsleiter Wolfgang Socher.

„Das kann eine Rolle bei der Eigenvorsorge am Wohnort spielen aber auch um im Hochwasserfall anhand der Prognosen einzuschätzen, wie man zur Arbeit kommt und welche Straßen möglicherweise gesperrt sind“, ergänzt er.

Jedes Hochwasser mit individuellen Verlauf

Der Begriff „potenziell“ besagt nach den Angaben der Stadt, dass sich bei einem realen Hochwasser nicht exakt die gleichen Überschwemmungsflächen einstellen müssen wie in der Modellierung. Denn jedes Hochwasser habe einen individuellen Verlauf. Jahreszeiten und Witterungsbedingungen könnten beispielsweise zu unterschiedlichen Verläufen führen.

Weiterhin berücksichtigt die Modellierung nicht Wechselwirkungen der Elbe-Hochwasser mit anderen, eventuell ebenfalls Hochwasser führenden Gewässern, der Abwasserkanalisation, dem Grundwasser und Maßnahmen der Hochwasserabwehr, zum Beispiel Sandsackdämmen.

Von I.P.

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