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Neue Farbe nach altem Vorbild für Dresdens „Blaues Wunder“

Rostschutz Neue Farbe nach altem Vorbild für Dresdens „Blaues Wunder“

Das berühmte Blaue Wunder in Dresden bekommt nach einem Vierteljahrhundert wieder frische Farbe. Der Korrosionsschutz der berühmten, über 100 Jahre alten Elbbrücke, wird nach Angaben des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt 2019 und 2020 in zwei Etappen erneuert - für 13,3 Millionen Euro.

Ein Raddampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt fährt unter der Elbbrücke «Blaues Wunder» hindurch.

Quelle: dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Das berühmte Blaue Wunder in Dresden bekommt nach einem Vierteljahrhundert wieder frische Farbe. Der Korrosionsschutz der berühmten, über 100 Jahre alten Elbbrücke, wird nach Angaben des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt 2019 und 2020 in zwei Etappen erneuert - für 13,3 Millionen Euro. Zuerst strahlen Experten dann den Stahl ordentlich ab und holen alte Farbe und Dreck auch aus Fugen und Spalten, erklärte Leiter Reinhard Koettnitz. Unmittelbar danach erfolge der Anstrich mit blaugrauer Farbe nach originalem Vorbild. „Wir haben überpinselte Reste aus der Entstehungszeit gefunden.“ Die Witterungsbeständigkeit der danach hergestellten Farbe wird getestet.

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Dresdens schönste Brücken

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Die Hängebrücke über die Elbe ist eines der Wahrzeichen der Stadt und galt bei ihrer Fertigstellung 1893 als technische Meisterleistung. Das Blaue Wunder war die erste Eisenbrücke ohne Strompfeiler. Die Stahlgitterkonstruktion überspannt eine Länge von 141 Metern, ist elf Meter breit und wiegt 3500 Tonnen. Als die Nazis im Frühjahr 1945 die Dresdner Elbbrücken sprengte, zerschnitten zwei mutige Bürger unabhängig voneinander unter Einsatz ihres Lebens die Zündkabel der Sprengsätze und bewahrten das Blaue Wunder vor der Zerstörung.

Zuletzt war der Korrosionsschutz zur Wendezeit komplett erneuert und ein frisches Blaugrau aufgetragen worden, sagte Koettnitz. 26 Jahre später verschwindet nun ein Stück deutscher Einheit: „1989 wurde mit DDR-Farbe begonnen, bis 1991 dann mit West-Farbe gestrichen.“

dpa

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