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Lokales Neue Ausstellung über Gewaltprävention im Kulturpalast Dresden
Dresden Lokales Neue Ausstellung über Gewaltprävention im Kulturpalast Dresden
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13:17 14.09.2018
Die interaktive Schau „Echt fair!“ ist das erste Mal in Dresden. Quelle: BIG e.V. Berlin
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Dresden

Am Mittwochmorgen war es in der Zentralbibliothek (ZB) im Kulturpalast ausnahmsweise mal gar nicht leise. Schüler einer 8. Klasse der 35. Oberschule unterhielten sich zusammen mit Sozialpädagogen und Streetworkern über das Thema Gewalt. Hintergrund ist die Ausstellung „Echt fair!“ zur Gewaltprävention bei Jugendlichen, die momentan in der Bibliothek zu sehen ist.

Die interaktive Ausstellung ist das erste Mal in Dresden, obwohl sie schon seit 2008 existiert und auf Wanderschaft durch ganz Deutschland ist. Herausgeber dieser Präsentation ist der Verein BIG e.V. in Berlin, die Idee wurde vom Präventionsbüro „Petze“ in Kiel umgesetzt.

„Gewalt – was fällt euch dazu ein?“, wollte Sozialarbeiterin Daniela Nürnberger wissen. Eine Schülerin antwortete „Boxen“, ein Mitschüler rief „Schlagen“. Jennifer, 14 Jahre, nannte die Begriffe „häusliche und psychische Gewalt“. Zuerst wurden die Begrifflichkeiten und deren Unterschiede erläutert, bevor die Jugendlichen die Ausstellung betraten.

Dort zeigten anschließend zahlreiche Lernstationen spielerisch, wie Kinder Gewalt erkennen, verhindern und Hilfe holen können. An sechs Stationen lernen die Besucher zunächst, wann Gewalt anfängt und wie man mit Konfliktsituationen umgeht. Außerdem werden die Rechte von Kindern veranschaulicht und Lösungsmöglichkeiten gezeigt. Die Jugendlichen werden zu einem Rollentausch der Geschlechterbilder animiert, um den anderen besser zu verstehen und Klischees zu hinterfragen. Aber auch die Wichtigkeit, den eigenen Gefühlen zu vertrauen, wird thematisiert.

Zahlreiche Lernstationen zeigen spielerisch, wie Kinder und Jugendliche Gewalt erkennen, verhindern und Hilfe holen können. Quelle: BIG e.V. Berlin

Das Ziel der Ausstellung ist es laut Sozialpädagogin Kirsti Schüller die Thematik „Häusliche Gewalt“ öffentlich zu machen. „Oft sind solche Vorfälle ein Geheimnis“, sagt Schüller. „Aber Kinder leiden am meisten unter Gewalt im Umfeld.“ Deswegen sei es umso wichtiger, das Thema zu enttabuisieren und Kindern Raum für ihre Erfahrungen zu geben. Die Ausstellung sei ein mögliches Präventionsangebot für Schulen, zusätzlich bieten die Dresdner Organisatoren auch spezielle Workshops für Schulen an.

Über den Erfolg der Ausstellung freut sich vor allem Martina Reinhold, Bereichsleiterin Jugend in der Zentralbibliothek. „Das Angebot ist wirklich gut ausgebucht – es gab einen großen Ansturm“, erzählt sie. Nächstes Jahr ist deswegen geplant, „Echt fair!“ erneut nach Dresden zu holen. Denn nicht nur Jung besuchte die Ausstellung bisher – auch Erzieher, Lehrer, Sozialarbeiter und Polizisten waren schon zu Gast.

Interessierte können sich noch bis Freitag, den 21. September, während der Öffnungszeiten der ZB mit dem Thema auseinandersetzen. Gruppenanmeldungen sind unter m.reinhold@bibo-dresden.de möglich.

Von Annafried Schmidt

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