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Lokales Neubaumiete galoppiert auf 10,43 Euro
Dresden Lokales Neubaumiete galoppiert auf 10,43 Euro
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09:21 14.03.2018
So soll sozialer Wohnungsbau an der Alemannenstraße in Striesen aussehen. Quelle: WiD
Dresden

Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen in neugebauten Mehrfamilienhäusern liegt in Dresden bei 10,43 Euro pro Quadratmeter. Die mittlere Angebotsmiete bei Neuvermietungen beträgt dagegen 7,37 Euro pro Quadratmeter, während die mittlere Bestandsmiete 5,96 Euro pro Quadratmeter beträgt. Diese Zahlen nannte am Dienstagabend Konstanze Mally, Referentin für Wohnungspolitik in der Stadtverwaltung. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) sprach von „galoppierenden Preisen“ bei den Neubaumieten.

Der Anstieg bei den Neubaumieten hat sich allerdings zwischen 2016 und 2017 deutlich abgeschwächt. 2016 mussten noch 10,26 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Mally hält das für ein Indiz dafür, dass die Spielräume nach oben bei den Mieten begrenzt sind und sich das Angebot im Segment der hochpreisigen Wohnungen stark ausgeweitet hat.

Mangel gibt es dagegen bei preiswerten Wohnungen. 52 700 Haushalte haben die Berechtigung für einen Wohnberechtigungsschein, das sind 18 Prozent aller Dresdner Haushalte. 27 500 Haushalte haben einen Anspruch auf Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger. Dem stehen 10 000 belegungsrechtsgebundene Wohnungen beim Immobilienkonzern Vonovia gegenüber. „Ein Großteil der Nachfrage in diesem Segment muss sich auf dem freien Markt bedienen“, konstatierte Mally.

In Dresden gibt es 297 322 Wohnungen, erklärte Jan Glatter vom Sachgebiet Wohnflächenplanung der Stadtverwaltung. 50,6 Prozent davon befinden sich in privatem Besitz, 20,3 Prozent gehören Wohnungsgenossenschaften, 12,7 Prozent der Vonovia. Bei elf Prozent handelt es sich um Eigenheime und bei fünf Prozent um Wohnungseigentum. Der kommunale Wohnungsbestand von 600 Wohnungen beträgt gerade einmal 0,2 Prozent. Das soll sich mit den Aktivitäten der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ in den nächsten Jahren ändern, so Glatter.

Für die kommenden Jahre prognostizierten Mally und Glatter einen Bedarf von 2000 neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 500 Eigenheimen. Ab 2021 werde der Bedarf sinken, weil die geburtenschwachen Jahrgänge in die Rolle der Haushaltsgründer hineinwachsen würden. Dafür steige die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen, Plätzen im betreuten Wohnen und Seniorenheimen. Hier gebe es bereits Defizite, die sich mit der demografischen Entwicklung vergrößern werden, so Mally. So habe die Stadt für 2016 einen Bedarf von 10 400 altersgerechte Wohnungen und 5100 Plätze im Betreuten Wohnen ermittelt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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