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Lokales Neubau für 800 Oberschüler an der Freiberger Straße
Dresden Lokales Neubau für 800 Oberschüler an der Freiberger Straße
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11:00 15.02.2018
Schulleiter Thomas Lorenz mit den Plänen für den Schulneubau nahe des WTC. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Ausgerechnet der letzte Abschnitt seiner Berufslaufbahn wird für den Dresdner Pädagogen Thomas Lorenz der spannendste: „Zum ersten Mal kann ich eine neue Schule aufbauen“, erklärte der derzeitige Schulleiter der 128. Oberschule in Reick. Lorenz wird die 150. Oberschule übernehmen, die mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 an der Cämmerswalder Straße in Kleinpestitz mit zwei Klassen startet.

Die Cämmerswalder Straße ist aber nur das Übergangsquartier. Die 150. Oberschule erhält an der Freiberger Straße bis 2022 einen Neubau, der rund 800 Schülern Platz bieten wird. Rund zwei Millionen Euro hat die Stadt für das 20 000 Quadratmeter große Grundstück am ehemaligen Kohlebahnhof an eine Bahntochter gezahlt, erklärte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). 23 Millionen Euro sind im Haushalt eingeplant. „Das wird aber garantiert nicht das letzte Wort sbleiben“, erklärte Vorjohann, dass er mit deutlich höheren Kosten rechnet.

Im März sollen die Planungsleistungen vergeben werden, im April die Planungen für den Neubau beginnen. Mit der Baugenehmigung rechnet die Verwaltung für 2019, erklärte Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Baubeginn für die 150. Oberschule soll 2020 sein. Aber bereits jetzt werde das Gelände an der Bauhofstraße gerodet und auf Altlasten untersucht. Mehrere Aufschüttungen müssten beseitigt werden.

Die Schulverwaltung wollte am verkehrstechnisch hervorragend angebundenen Standort Freiberger Straße eine dreizügige Oberschule und ein dreizügiges Gymnasium errichten, doch die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit sprach sich für eine fünfzügige Oberschule aus. „Die Bevölkerungszahlen steigen so rasant in Dresden, dass wir eine große neue Oberschule brauchen“, erklärte Hagen Kettner, Dresdner Standortleiter des Landesamtes für Bildung und Jugend.

Lorenz kündigte an, dass er gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Schülern ein modernes pädagogisches Konzept erarbeiten woll. „Dafür möchte ich eine gute Mischung aus Kernunterricht, freier Arbeit und Projektarbeit anbieten. Wir wollen soziale und kooperative Lernformen fördern.“ In der 150. Oberschule sollen Themen fächerübergreifend bearbeitet werden, wenn sich das anbietet. „Auch ökologische Erziehung wird eine Anforderung sein“, warb Lorenz für großzügige Außenanlagen mit einem Schulgarten.

Vorjohann erklärte, die Personalentscheidung komme zur rechten Zeit. Die Schulleiterstelle sei noch pünktlich vor den Anmeldeterminen für die 150. Oberschule Anfang März besetzt worden. „So können die Eltern den Schulleiter bereits persönlich kennenlernen.“

Die Anmeldungen für das Schuljahr 2018/2019 sind am 1., 5. und 6. März jeweils von 13 bis 18 Uhr im Schulgebäude Cämmerswalder Straße 41 möglich.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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