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Lokales Natur- und Umweltschule Dresden kämpft mit Petition um Landesfinanzierung
Dresden Lokales Natur- und Umweltschule Dresden kämpft mit Petition um Landesfinanzierung
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13:56 18.11.2017
Jens Struwe, Julia Pörschke und Marleen von Schieszl (re.) übergaben die Petition zum Erhalt der Natur- und Umweltschule an Landtagspräsident Matthias Rößler (2.v.r.) und Ausschusschefin, Kerstin Lauterbach (Mi.).   Quelle: Anja Schneider
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Dresden

 Mehr als 10500 Unterschriften unterstützen eine Petition zum Erhalt der Natur- und Umweltschule in Dresden. „Wir haben eine prekäre Situation ohne Finanzierung“, erklärte Elternvertreterin Marleen von Schieszl am Donnerstag bei der Übergabe der Petition an Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU).

Die freie Grundschule „Natur- und Umweltschule Dresden“ (NUS) wird seit 6 Jahren von der sächsischen Bildungsagentur lediglich geduldet, aktuell nicht finanziert und kämpft seither um eine dauerhafte Genehmigung. Sie betreibt ein naturnahes und nachhaltiges Pädagogik-Konzept. Aktuell läuft dazu auch ein Rechtsstreit mit der Bildungsbehörde des Freistaats vor dem Oberverwaltungsgericht. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte der Schule bescheinigt, dass das laut Grundgesetz „erforderliche besondere pädagogische Interesse an der Errichtung und dem Betrieb als Ersatzschule sowohl im Konzept als auch in der Umsetzung im bisherigen Schulbetrieb vorliegt“. Die Bildungsagentur hält jedoch an ihrer ablehnenden Haltung fest. Derzeit erarbeitet ein Experte im Auftrag des Gerichts ein Gutachten. Nur mit dem beträchtlichen finanziellen Einsatz von Spendern könne der Schulbetrieb für die 65 Kinder aufrechterhalten werden. „Das ist eine sehr anstrengende Situation für Eltern, Lehrer und Kinder“, sagte Frau von Schieszl.

Die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Kerstin Lauterbach (Linke), zeigte sich beeindruckt von der breiten Unterstützung für das Anliegen der Schule. Der Ausschuss wird die Petition nun zur Stellungnahme an das Kultusministerium von Neu-Ressortchef Frank Haubitz (parteilos) weiterleiten. Das Ressort habe sechs Wochen Zeit für eine Antwort, mit der sich dann der Ausschuss weiter befassen wird. Die Vertreter der Schule streben eine außergerichtliche Einigung mit dem Freistaat an. Dabei setzen sie auch auf den Personalwechsel an der Ministeriumsspitze. „Wir hoffen, dass unser Anliegen nun vielleicht in neuem Licht betrachtet wird“, erklärte Julia Pörschke aus der Leitung der Schule am Rande der Petitionsübergabe im Landtag.

Von Ingolf Pleil

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