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Lokales Nanoelektronik-Zentrum Dresden braucht erneut Liquiditätshilfe
Dresden Lokales Nanoelektronik-Zentrum Dresden braucht erneut Liquiditätshilfe
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23:52 09.09.2015

Nach DNN-Informationen ist zum Ende des Monats die Zahlungsfähigkeit bedroht, wenn die Überbrückung nicht kommt. Es soll sich um einen Bedarf im mittleren sechsstelligen Bereich handeln. Von 350 000 Euro ist die Rede. Diese Zahl wollte die Stadt gestern aber nicht bestätigen.

In dem Zentrum will die Stadt Elektronik-Firmen ansiedeln. Es wurde vor Jahren nicht zuletzt auf Betreiben von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in ehemaligen Gebäuden des Zentrums für Mikroelektronik (ZMD) eingerichtet. Die Stadt ist inzwischen mit 93,1 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligt. Die Auslastung ist jedoch bislang unzureichend. Sie liegt derzeit nach Stadtangaben bei etwa 70 Prozent. Hilbert hatte in der Vergangenheit aber 80 Prozent als Quote für ein rentables Arbeiten genannt. Daher musste die Stadt bereits Mitte vergangenen Jahres eine Liquiditätshilfe von fast einer Million Euro mobilisieren. Das Geld war als zunächst zinsloses Darlehen deklariert. Hilbert kündigte damals in der Öffentlichkeit Maßnahmen an, um nicht wieder in eine solche Situation zu kommen. Nun muss erneut Geld zugeschossen werden. Eine Vorlage für den Stadtrat werde dem Finanzausschuss "zeitnah zur Verfügung gestellt", hieß es gestern.Es handele sich beim Inhalt der Vorlage um keinen neuen Sachverhalt, bereits in der Vorlage Mitte 2014 seien notwendige Folgebeschlüsse avisiert worden. Damals sei bereits fixiert worden, "dass eine Stadtratsvorlage zur Durchfinanzierung der Sanierungsmaßnahme Nanoelektronikzentrum Dresden zu erstellen ist." Als nächster Schritt erfolge jetzt die Information der Gremien, erklärte die Stadt. Das Zentrum hat seit kurzem einen Aufsichtsrat, der demnächst erstmals tagt. Ein Mitte 2014 beschlossener Prüfauftrag ans Rechnungsprüfungsamt wird erst jetzt umgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2015

Ingolf Pleil

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