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Nadeln laufen heiß – Dresdner Louisenkombinaht vor der Anprobe des Panzerkleids

Nadeln laufen heiß – Dresdner Louisenkombinaht vor der Anprobe des Panzerkleids

Im Dresdner Louisenkombinaht laufen die Nadeln heiß. Am kommenden Dienstag soll einem Panzer vom Typ Leopard I vor dem Militärhistorischen Museum sein Strickkleid erstmals anprobiert werden.

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Quelle: Julia Vollmer

„Wir wollen mit unserer Aktion ein buntes, kuscheliges Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen“, betont Barbara Niklas vom Kombinaht.

 

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Louisenkombinaht strickt Panzer ein

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Am 11. Februar muss das Strickkleid fertig sein, dann soll der Panzer vor der Außenfassade des Museums stehen. Für mindestens vier Wochen, gern auch länger, wenn er der Witterung trotzt. Das Stricken für die Aktion „Attacke! Auf ins Geflecht” vereint Menschen, die sonst vermutlich nie ins Gespräch gekommen wären, so Niklas.

Aus Prohlis, Gorbitz und Radebeul kommen Seniorinnen in die Neustadt zum Stricken und Austausch mit den Stricklieseln des Louisenkombinahts. „Ich fühle mich zuhause nicht ausgelastet und hier komme ich unter Leute“, erzählt eine ältere Dame aus Prohlis.

Auch Linken-Polikerin Julia Bonk zeigte sich begeistert von der Aktion. „Ich habe selbst schon mitgestrickt“, erzählt die Neustädterin. Bonk überbrachte Barbara Niklas und ihren Kolleginnen am Dienstag einen Spenden-Scheck über 150 Euro aus der Parteikasse. Um den Panzer, der eingestrickt werden soll, hatte es im Vorfeld Diskussionen gegeben.

Zunächst sollte ein russischer T34-Panzer ein neues Kleid bekommen. Gegner hatten aber bemängelt, dass mit der Auswahl ein falsches Zeichen gesetzt werden könnte. Mit dem T34 verhöhne man die Opfer des 2. Weltkrieges, denn dieser Panzer wurde von der Sowjetischen Armee zur Abwehr der Nationalsozialistischen Truppen eingesetzt, so die Kritiker. Auch einige Soldaten hätten sich kritisch über das Projekt geäußert. Sie würden den Krieg nicht ernst nehmen, bekam Barbara Niklas zu hören.

Julia Vollmer

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